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Ex-DSDS-Star nach Entzugsklinik am "Tiefpunkt seines Lebens"

Der ehemalige DSDS-Kandidat Dominik Münch begab sich Mitte Mai in Therapie, um gegen seine Panikattacken sowie seine Alkohol- und Drogensucht anzukämpfen. Nach  frühzeitiger Entlassung berichtet er nun von seinen Klinik-Erfahrungen. Obendrein stehe Münch kurz vor der Obdachlosigkeit. 

Von Linda May van Bui
In einem Instagram-Video erzählt er von seinem Klinik-Aufenthalt.
In einem Instagram-Video erzählt er von seinem Klinik-Aufenthalt. Screenshot: https://www.instagram.com/dominik.muench.dsds/ 25.06.2021

Köln - Nach langjährigen Panikattacken und Alkohol- und Drogensucht begibt sich der Ex-DSDS-Star Dominik Münch im Mai in Behandlung in eine Klinik in Köln. Das berichtet er in einem Instagram-Beitrag. Sein Ziel sei es gewesen, endlich wieder gesund zu werden und ein normales Leben führen. 

Nach anfänglicher Euphorie, weil er das geplante viermonatige Programm einige Wochen eher antreten durfte, folgte jedoch große Enttäuschung, so der DSDS-Teilnehmer. In der Klinik sei es ihm schlecht ergangen, mit den Behandlungsmethoden und Ärzten sei er nicht zufrieden gewesen - zu allem Übel folgte dann eine ungewollte Entlassung nach nur drei Wochen, berichtet er in dem Video. Zuhause angekommen warte nun die Räumung seiner Wohnung auf ihn - er sei kurz davor obdachlos zu werden.

Schlechte Betreuung in der Klinik

Eigentlich hätte Münch erst im August seine Therapie antreten dürfen. Doch habe er bereits Mitte Mai die Erlaubnis erhalten, in die Klinik zu kommen. "Aber jetzt ist mir sehr, sehr vieles klar geworden, warum das schon am 19. Mai los ging  - weil sie andauernd Leute raus schmeißen. Da geht's nicht um die Patienten, da geht's einfach nur um's Geld", äußert sich der 35-Jährige. 

Laut Münch lag dem Klinikteam seine Gesundheit nicht am Herzen - daher auch die frühzeitige Entlassung nach drei Wochen. "Meine Panikattacken sind jeden Tag schlimmer geworden. Ich habe jeden Tag bei der Ärztin gesessen. Habe an mir gearbeitet. Habe versucht besser zu werden (...), um gesund zu werden."

Denn auch die medikamentöse Behandlung sei seiner Ansicht nach nicht hilfreich gewesen: "Ich habe mega Entzugserscheinungen gehabt. Mir ging es von Tag zu Tag immer schlechter. Die Medizinische Zentrale hat mir ins Gesicht gelacht."

Nach Rückfall droht Obdachlosigkeit

Nach der ungewollten Entlassung sei der Ex-DSDS-Kandidat in ein Loch gefallen. Seine Hoffnungen haben sich in Enttäuschung umgewandelt. Ein Risiko für Suchtpatienten - so auch für Münch. In Köln sei der 35-Jährige kurz danach abgestürzt und in einen Rausch gefallen. 

Nun sei er seit einer guten Woche wieder in den eigenen vier Wänden. Lange bleiben, dürfe er dort jedoch nicht, sagt der 35-Jährige in dem emotionalen Video. Eine Räumung stehe ihm bevor. Nach dem Tod seines Sohnes sei er nun am schlimmsten Punkt seines Lebens angekommen, berichtet Münch. Wohin er gehen soll, wisse er nicht. Familie und Angehörige habe er keine mehr. 

Das ganze Video des Ex-DSDS-Kandidaten ist hier zu sehen.