Was ist sein motiv?

Gauland liest Buch von Wagenknecht: Auf Twitter wird heftig diskutiert

Auf Twitter kursiert ein Foto, welches Alexander Gauland mit dem Buch von Sarah Wagenknecht auf dem Tisch zeigt. Der AfD-Politiker liest Inhalte der Linken-Fraktion? Das sorgt für hitzige Debatten in den sozialen Netzwerken.

Von Linda May van Bui
Ausschnitt aus "phoenix vor Ort
Ausschnitt aus "phoenix vor Ort ". Zu sehen ist das heiß diskutierte Foto Gaulands. Quelle: Twitter/@jan_buehlbecker

Berlin. Wie schnell ein einziges Foto für Aufruhr sorgen kann, wird wieder mal auf der Plattform Twitter bewiesen. Zu sehen ist Gauland, der augenscheinlich das neu erschienene Buch Sarah Wagenknechts auf dem Tisch hat. Die Community führt rege Diskussionen.

Um was geht es genau?

Die meisten Kommentare drehen sich um das Motiv des 80-Jährigen. Warum liest Jemand einer rechtspopulistischen Partei, das Buch einer Linken-Politikerin? Was steckt dahinter? Die allgemeine Theorie der Community: es ist ein reiner PR-Gag. Im Prinzip würde der AfD-Politker vor den Wahlen genau das erreichen, was er wolle - Aufmerksamkeit. Ob er das Buch wirklich liest, ist laut den Kommentaren wohl eher fragwürdig. Auch der Fakt, dass das Buch der 51-Jährigen den jungen Änhänger der Linken-Partei "zu weit nach rechts gehe", wird als Grund ausgewertet.

Die Twitter-Gemeinde ist gespalten. Zu beobachten sind "zwei Lager" - Die "Schaut-euch-das-mal-an"-Fraktion und der "Wieso-gebt-ihr-ihm-überhaupt-eine-Plattform"-Block. Teilweise wird unter den veröffentlichten Bildern wild verurteilt. Während die einen Gauland belächeln oder Wagenknechts Buch in die rechte Ecke drängen, sind die anderen verärgert, dass auf die vermeintlich geplante PR-Strategie auch noch reingefallen wird. 

Ist das wirklich nötig?

Einige widerum verstehen den Wirbel, um diese ganze Aktion grundsätzlich nicht. Ist es denn wirklich verwerflich, sich umfassend zu belesen? Eigentlich beweise sein Verhalten doch nur das Gegenteil von Engstirnigkeit. Sicherlich lese er das Buch nur, um die politischen Züge der Partei vorausschauend zu planen. Letztendlich ist zu sehen: unzählige Menschen treffen mit unzähligen Meinungen aufeinander. Keine Seltenheit in aktuellen Zeiten. 

Welche Intention hinter Gaulands Aktion nun wirklich steckt, lässt sich schlussendlich nur vermuten. Vielleicht erwartet uns in den kommenden Stunden noch ein Statement. Sollte es eine PR-Maßnahme gewesen sein, ist sie mit Erfolg verlaufen.