Geflügelpest Viele tote Schwäne - Vogelgrippe zirkuliert weiter in Berlin
Der seit Herbst grassierende Vogelgrippe-Ausbruch setzt sich fort. In Berlin sind mehrere Wildvögel gestorben. Was man tun sollte, wenn man ein totes Tier entdeckt.

Berlin - Erneut sind zahlreiche Kraniche, Schwäne und andere Wasservögel in Berlin an der Vogelgrippe gestorben. Zuletzt wurden 14 Wildvögel im Landeslabor Berlin-Brandenburg positiv auf das Virus getestet, wie die Verbraucherschutzverwaltung mitteilt. Eine Bestätigung durch das für Tierseuchen zuständige Friedrich-Loeffler-Institut steht noch aus. Auffällig sei die hohe Zahl an infizierten Schwänen. Betroffen seien neben Wassergeflügel auch Greifvögel, Möwen und Graureiher - vermutlich weil sie verendete Vögel fraßen.
Warum der Winter die Infektionslage verschärft
„Durch den strengen Winter hat sich die Infektionslage verschärft“, stellt die Verwaltung fest. Wasservögel versammelten sich in großer Zahl auf den wenigen eisfreien Wasserflächen. Dadurch steige das Risiko der Übertragung des besonders krankheitserregenden Virus. In Nachbarschaftsgruppen wurden Fotos von toten Schwänen auf dem gefrorenen Landwehrkanal geteilt.
Im Zusammenhang mit dem seit Herbst 2025 andauernden Ausbruchsgeschehen, sind in Berlin den Angaben der Verwaltung zufolge bislang 41 Wildvögel verendet. Deutschlandweit erreichte die Ausbreitung der hochansteckenden Virusvariante H5N1 eine neue, dramatische Dimension. Besonders betroffen war Brandenburg, wo nach Behördenangaben allein mehr als 1.000 Kraniche im Linumer Teichgebiet verendeten.
Kranke und tote Tiere nicht berühren
Kranke oder tote Tier sollten auf keinen Fall angefasst werden, rät die Verwaltung, auch einzelne Federn nicht. Wer tote oder erkrankte Kraniche, Wasser-, Raben- oder Greifvögel findet, sollte den Fund der zuständigen Veterinär- und Lebensmittelaufsicht des Bezirks melden.
Der derzeit vornehmlich auftretende Subtyp H5N1 ist in der Vergangenheit in Einzelfällen bei engem Kontakt mit erkrankten Vögeln auch auf den Menschen übertragen worden und hat teils zu Erkrankungen geführt – die Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher jedoch nicht nachgewiesen, wie die Behörde erklärt.