Volleyball

Volleys-Manager: Distanz zu Fans durch Corona vergrößert

Von dpa 15.09.2021, 13:55 • Aktualisiert: 16.09.2021, 23:09
Kaweh Niroomand, Geschäftsführer BR Volleys, spricht bei einer Pressekonferenz.
Kaweh Niroomand, Geschäftsführer BR Volleys, spricht bei einer Pressekonferenz. Andreas Gora/dpa/Archiv

Berlin - Manager Kaweh Niroomand vom deutschen Volleyball-Meister BR Volleys sieht durch die Coronavirus-Pandemie eine Abnahme der Bindung zwischen den Sportvereinen und den Fans. „Man merkt in allen Sportarten, dass diese Selbstverständlichkeit, jeden Samstag oder Sonntag zu seinem Heimatverein zu gehen, nicht mehr da ist. Es ist eine Distanz entstanden, teilweise sind andere Gewohnheiten oder Hobbies hinzugekommen“, sagte der 68-Jährige dem „Tagesspiegel“ (Mittwoch).

Der Sprecher aller sechs Berliner Profivereine glaubt aber, dass die Bindung wiederkehren wird: „Es wird uns zwei, drei Jahre kosten, um den alten Stand zu erreichen, aber das ist okay. Diese Herausforderung nehmen wir an.“ Angesichts der Pandemie war es allen bewusst, dass man „nicht eins zu eins dort weitermachen könne, wo wir im März 2020 aufgehört“ haben. Mit Hilfe von digitalen Formen hätten sich die Vereine auf die neue Situation eingestellt.

Niroomand hofft, dass zu Saisonstart am 6. Oktober auch in der Volleyball-Bundesliga wieder Fans zugelassen werden dürfen. Zudem sieht es der Manager als wichtig an, dass mit der Streamingplattform Twitch ein neuer Partner für Liveübertragungen gefunden wurde, nachdem der Vertrag mit Sport 1 zum Ende der letzten Saison ausgelaufen war.

Der Volleyball habe „in den letzten 20 Jahren über 130.000 Mitglieder“ deutschlandweit und zählt aktuell 400.000 Mitglieder, so Niroomand: „Ein Weg, das zu ändern, ist natürlich an Zielgruppen ranzugehen, die jünger sind. Dafür müssen wir auch dorthin gehen, wo diese Menschen sich aufhalten und das sind solche Plattformen wie Twitch.“