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Tarifkonflikt Warnstreik bei den Leipziger Verkehrsbetrieben geht weiter

Leipzigs Straßenbahnen stehen erneut still. Was steckt hinter dem Warnstreik und warum bleibt die Stadt länger betroffen als andere?

Von dpa 28.02.2026, 11:04
Der Warnstreik bei der LVB soll bis Montagfrüh dauern. (Archivbild)
Der Warnstreik bei der LVB soll bis Montagfrüh dauern. (Archivbild) Jan Woitas/dpa

Leipzig - Im Tarifkonflikt des Nahverkehrs ist der Warnstreik bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) am Samstag fortgesetzt worden. Straßenbahnen und Busse blieben erneut in den Depots, wie Gewerkschaftssekretär Lou Hauser sagte. Die LVB-Geschäftsführung versuche zwar, einen Notfahrplan aufzustellen. Die Streikbereitschaft sei jedoch so hoch, dass dies kaum möglich sein werde.

Bereits am Freitag waren in Sachsens größter Stadt Busse und Bahnen ausgefallen. Rund 400 Kolleginnen und Kollegen hätten sich an dem Ausstand beteiligt.

Verdi hatte bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. In Sachsen waren am Freitag die kommunalen Verkehrsbetriebe in Leipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau und Plauen betroffen. Nur in Leipzig soll der Warnstreik aber bis einschließlich Sonntag fortgesetzt werden.

Hintergrund sind die bisher ergebnislosen Verhandlungen zum Tarifvertrag Nahverkehr Sachsen. Verdi fordert vor allem Entlastungen bei den Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie bessere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgeber verweisen auf bereits vereinbarte Entgelterhöhungen und sehen die finanziellen Spielräume ausgeschöpft. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 9. März geplant.