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Mitmachaktion Winterzählung: Weniger Vögel in Sachsens Gärten

Der Naturschutzbund meldet einen deutlichen Rückgang der Spatzenarten. Das betrifft nicht nur Sachsen, sondern spiegelt einen bundesweiten Trend wider.

Von dpa 26.01.2026, 12:05
In Sachsen wurden Haussperlinge am häufigste gezählt. (Symbolbild)
In Sachsen wurden Haussperlinge am häufigste gezählt. (Symbolbild) Monika Skolimowska/dpa

Leipzig - Vögel werden in Sachsens Gärten immer seltener - das sind die Ergebnisse einer Zählung des Naturschutzbund (Nabu). Bei der Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ wurden im Schnitt circa 34 Vögel pro Garten oder Park gemeldet. 2011 waren es noch rund 47. Damit lasse sich ein klarer Abwärtstrend erkennen, erklärte Nabu-Naturschutzexperte Julian Heiermann. 

Insgesamt wurden in Sachsen mehr als 149.000 Vögel in 4.399 Gärten gemeldet. Wie auch in den letzten Jahren konnte hier der Haussperling, auch als Spatz bekannt, am häufigsten gezählt werden. Dennoch verzeichne die Art im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang: Der Nabu spricht hier von durchschnittlich 17 Prozent weniger Sichtungen pro Garten. Bundesweit liege der Rückgang bei 15 Prozent. Der Feldsperling, Platz vier im sächsischen Ranking, verzeichnet ein Minus von 22 Prozent. Damit ist die Abnahme in Sachsen deutlich höher als im Bundesschnitt, der bei einem Minus von zehn Prozent liege. 

Mehr Kohlmeisen und Amseln gesichtet

Die Anzahl der Kohlmeisen und Amseln hat sich hingegen kaum verändert. Nach dem starken Einbruch der Zahlen im vergangenen Jahr konnten vier Prozent mehr Amseln gezählt werden. Auch die Kohlmeise sowie die Blaumeise wurden etwas häufiger gesichtet. Das entspricht auch dem gesamtdeutschen Schnitt. 

Bei der Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ sollten Menschen am Wochenende vom 9. bis 11. Januar eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen - und die höchste Anzahl jeder Art notieren, die innerhalb einer Stunde zu sehen war. Diesmal war die Aktion vom strengen Winterwetter geprägt.