Stendal l Das Präsidium des Landesverbandes (LV) der Reit- und Fahrvereine Sachsen-Anhalt hat nach reiflicher Abwägung aller Argumente einstimmig beschlossen, 2020 keine Landesmeisterschaften durchzuführen.

Auflagen sind nur schwer zu erfüllen

Die Absage betrifft alle Disziplinen sowie den Vierkampf. „Es kann versichert werden, dass keinem der Präsidiumsmitglieder diese Entscheidung leichtgefallen ist, doch schafft eine rechtzeitige und klare Entscheidung Planungssicherheit und Klarheit für alle Beteiligten, Veranstalter und nicht zuletzt Aktiven“, heißt es in einer Mitteilung des LV-Präsidums.

So sei es Veranstaltern nicht zuzumuten, die schwer kalkulierbaren finanziellen Mehrbelastungen für ein Turnier unter Einhaltung der Corona-Auflagen zu tragen. Die Zuschüsse des Verbandes für die einzelnen Landesmeisterschaften reichen am Ende nicht aus, um den Mehraufwand auszugleichen.

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Ein nicht minder wichtiger Aspekt bei dieser Entscheidungsfindung sei gewesen, dass es aktuell keinen regulären Turnierbetrieb gibt, nicht alle Aktiven ausreichend trainieren können und die Mehrzahl der Teilnehmer und Pferde daher nicht langfristig auf den jährlichen sportlichen Höhepunkt vorbereitet sein wird. Die Herstellung von Chancengleichheit und das Tierwohl seien Grundvoraussetzung für den Turniersport.

Finanzsituation angespannt

Daneben zeigt sich der Verband auch aus finanzieller Sicht besorgt. Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise sei es 2020 so gut wie ausgeschlossen, einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen. Nicht durchgeführte Turniere oder Abzeichenprüfungen würden auch für den LV nicht unerhebliche Mindereinnahmen bedeuten.