Berlin (dpa) l Wenn die Nase schon beim Aufstehen läuft, bei der Arbeit die Augen jucken und auf dem Heimweg die Luft knapp wird – dann ist vermutlich Heuschnupfenzeit. Je nach Schwere der Allergie lassen sich Beschwerden nicht ganz vermeiden. Doch es gibt Tipps, Tricks und zahlreiche Medikamente sowie Möglichkeiten, mit denen die Pollenflug-Saison zumindest erträglicher wird.

Vorbereitung ist wichtig

„Wir haben durch den Klimawandel immer weniger extreme Jahreszeiten und vor allem oft sehr warme Winter“, erklärt die Expertin. Und das hat auch Einfluss auf den Pollenflugkalender. Los geht es immer früher, gleichzeitig dauert die Pollenflugsaison länger – eine echte Atempause gibt es nicht mehr.

Heuschnupfen nicht verharmlosen

Kleine-Tebbe empfiehlt dann Nasensprays mit Cortison „Das hat noch immer einen schlechten Ruf“, sagt er. „Lokal in die Nase gesprüht, gibt es aber die gefürchteten Nebenwirkungen gar nicht.“ Cortison-Tabletten verschreiben Ärzte dagegen nur in schweren Einzelfällen. Und Cortisonspritzen ins Gesäß, die es früher gab, werden heute gar nicht mehr empfohlen.

Sinnvoll kann aber sein, Cortison-Sprays und Antihistaminika gemeinsam anzuwenden oder Kombinationspräparate einzunehmen, so der Experte – das verknüpft die eher langsame, anhaltende Wirkung des Cortisons mit der Akutwirkung der Antihistaminika. Wermutstropfen dabei: Das wird eventuell teuer. Denn Cortison-Sprays und Antihistaminika sind meistens rezeptfrei, die Krankenkassen zahlen dafür nur noch in schweren Ausnahmefällen.

Hyposensibilisierung als Therapie?

Der Prozess ist aufwendig, er dauert drei Jahre. In der Zeit gibt es entweder monatlich Spritzen oder täglich Tabletten beziehungsweise Tropfen unter die Zunge. „Ganz weg bekommen Sie die Allergie damit zwar nicht“, sagt sie. „Aber eine Verbesserung ist ja schon ein Erfolg.“ Allerdings ist es nicht immer mit einer Therapie getan: Es kann sein, dass die Wirkung nach ein paar Jahren nachlässt. Dann muss sie wiederholt oder aufgefrischt werden.