Jugendliche und Gras

Bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland ist der Konsum von Haschisch und Marihuana in den vergangenen zehn Jahren angestiegen. Das geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor.

So gaben 2018 16,8 Prozent der jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren an, in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal Cannabis konsumiert zu haben. Im Jahr 2008 waren es noch 11,6 Prozent. Im Jahr 2015 waren es 17,7 Prozent. (dpa)

Hamburg (dpa) l Wegschauen, nichts sagen oder das Kind in Schutz nehmen: All das sind schlechte Strategien, wenn Eltern ihren Sohn oder ihre Tochter beim Kiffen erwischen oder davon erfahren.

Es gehe nicht darum, sein Kind zu belehren oder zu beschimpfen, erklärt Prof. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter der Suchtabteilung für Kinder und Jugendliche am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Eltern sollten mit ihren Kindern aber so reden, dass den Jugendlichen auf einer emotionalen Ebene klar wird, wie besorgt sie sind.

Mutter und Vater sollten nicht locker lassen und immer wieder nachfragen: „Wieso machst du das?“ Antworten wie „Weil es die anderen auch machen“ sollte man nicht so stehen lassen – sondern gemeinsam mit dem Kind überlegen: In welchen Situationen verhält es sich so und mit welchen Menschen kifft es warum?

Kriegen Eltern mit, dass das Kind weiter kifft, suchen sie am besten Hilfe in einer Suchtberatungsstelle. Dort können sie sich Tipps einholen, wie sie besser an ihr Kind herankommen, wenn es zum Beispiel Gesprächsversuche abblockt. Oft gelingt es dann auch, dass sich die Jugendlichen selbst in der Beratung vorstellen, erläutert Thomasius in der Zeitschrift „Brigitte woman“ (Ausgabe 09/2018).