Magdeburg l Wer die Laufschuhe schnürt, tritt einer großen Gemeinschaft bei. Dies beweisen die Laufveranstaltungen im Land, die Tausende Freizeitsportler mobilisieren. Laut Laufcoach Uwe Haake ist der Start bei einem Wettkampf kein zwingendes Ziel, das verfolgt wird. Eine Teilnahme an einem Lauf wie dem Magdeburg-Marathon oder dem Harzgebirgslauf, mit über 5000 bzw. 4000 Läufern zwei der teilnehmerstärksten Veranstaltungen im Land, sei eine nicht zu unterschätzende Motivation gerade für Anfänger, überhaupt loszulaufen.

Der Reiz besteht in den vielen Möglichkeiten. Mit der Beantwortung der Leistungsfragen „Wie gut bin ich? Erreiche ich mein Ziel? Wo stehe ich?“ wird das eigene Ego gestreichelt. Klar geht es um Individualleistungen. Weil Läufer die gleiche Leidenschaft teilen und wissen, welche Mühen sie auf sich genommen haben, um etwa nach 21 Kilometern mit einem Lächeln ins Ziel laufen zu können, kommen sie schnell miteinander ins Gespräch. Egal, ob jung oder alt, Mann oder Frau, Rechtsanwalt oder Student. Der Austausch mit anderen ist in der heutigen Zeit ein wichtiger sozialer Aspekt. Stichwort „Vereinsamung“. Die Gemeinschaft bildet sich auch am Streckenrand: Ruft etwa der Maiglöckchenlauf nach Hohendodeleben, ist das ganze Dorf auf den Beinen. Die Feuerwehr stellt eine Hüpfburg für Kinder auf und sichert den Lauf ab, Vereine backen Kuchen, Bewohner feuern an.

Im Folgenden soll eine Auswahl an Veranstaltungen vorgestellt werden, die für die Vielfalt in der Lauflandschaft stehen.