Diabetes mellitus, im Volksmund Zuckerkrankheit genannt, ist eine Stoffwechselstörung, für die ein erhöhter Blutzuckerspiegel charakteristisch ist. Das heißt, der Zucker aus der Nahrung kann nicht in die Körperzellen gelangen und in Energie umgewandelt werden. Das liegt am Hormon namens Insulin: Entweder die Bauchspeicheldrüse produziert zuwenig davon, oder die Körperzellen sind resistent dagegen. Neben dem Schwangerschaftsdiabetes gibt es zwei Formen des Leidens: den Diabetes Typ 1 und den Diabetes Typ 2.

Diabetes mellitus kann in jedem Lebensalter auftreten

Für die Entstehung der Krankheit spielen sowohl genetische Faktoren als auch Umwelteinflüsse eine Rolle. Vor allem bei Menschen mit Übergewicht ist die Insulinbildung irgendwann nicht mehr ausreichend, aber auch zu wenig Bewegung, eine unregelmäßige Lebensweise oder psychische Stresssituationen können die Entstehung der Erkrankung neben den vererbten Faktoren fördern.

Am häufigsten tritt der Diabetes mellitus im Erwachsenenalter auf. Die Fachleute sprechen hier vom Diabetes mellitus Typ 2. Die Erkrankung tritt vorwiegend zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, obwohl sich dies in den vergangenen Jahren durch unsere veränderten Lebensbedingungen immer weiter nach vorne verschoben hat. In Sachsen-Anhalt geht man davon aus, dass es ca. 200.000 Diabetiker gibt.

Eine chronische Krankheit verändert das Leben der Betroffenen stark. Das ganze Leben muss auf die Beschwerden und deren Behandlung ausgerichtet werden. Viel Rücksicht müssen meist auch Familienangehörige nehmen. Eine bessere Kenntnis der Krankheit hilft dem Patienten, mit der Krankheit umzugehen und das Beste aus seinem Leben zu machen.

Diabetes Typ 1

Beim Diabetes Typ 1 handelt es sich um eine komplexe Störung des Immunsystems, in dessen Folge die Insulin produzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse zugrunde gehen. Die Erkrankung beginnt meist in der Jugend und führt zu ausgeprägten Beschwerden. Der Körper kann also Insulin selbst nicht mehr herstellen, sodass es ein Leben lang zugeführt werden muss. Bei der Entstehung spielen neben der Vererbung mehrerer Risikogene auch Umweltfaktoren wie die Infektion mit bestimmten Viren (z.B. Rötelnvirus während der Schwangerschaft) eine Rolle.

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Diabetes Typ 2

Die Erkrankung betrifft meist ältere Menschen, weswegen er früher häufig Altersdiabetes genannt wurde. Dieser Begriff ist jedoch nicht ganz korrekt, denn zunehmend sind auch jüngere Personen und sogar Kinder betroffen. Beim Diabetiker Typ 2 ist das Insulin nicht mehr so wirksam. Der Blutzucker kann, wenn überhaupt, nur unzureichend aus dem Blut in die Zellen transportiert werden. Beim Diabetes Typ 2 spielt bei der Entstehung die Vererbung eine wichtige Rolle. Ob es trotz Veranlagung dann tatsächlich zur Erkrankung kommt, hängt wesentlich von anderen Faktoren wie der Ernährungs- und Lebensweise ab. Entscheidend ist das Körpergewicht. Bereits ein normales Körpergewicht und viel Bewegung können ausreichen, um den Blutzuckerspiegel zu senken und die zusätzliche Insulingabe überflüssig zu machen.
Link einfügen: http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/diabetes-mellitus-typ2-video-285.php

Diabetes: Krankheit mit Geschichte

Diabetes ist keine neue Krankheit. Bereits die alten Ägypter litten darunter, wie Papyrusrollen beweisen. Heute sind nach Angaben der Internationalen Diabetes-Föderation (IDF) weltweit über 250 Millionen Menschen davon betroffen, in Deutschland allein etwa sechs Millionen. Diabetes ist damit eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen. Heute ist es möglich, mit Diabetes gut zu leben und damit alt zu werden. Trotzdem ist die Krankheit nicht harmlos, denn Stoffwechselentgleisungen können zu Spätschäden führen.

Ernährungs-Tipps – nicht nur für Diabetiker

Eine spezielle Diabetikerdiät und diätetische Produkte, wie sie die Lebensmittelindustrie anbietet, sind für Diabetiker überflüssig. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Zuckerkranker wahllos alles in beliebigen Mengen essen sollte. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Diabetikern eine gesunde und vollwertige Ernährung. Zehn Regeln sind dabei zu beachten. Sie gelten im Übrigen für alle, die sich gesund ernähren möchten.

- Vielseitig – aber nicht zu viel
- Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel
- Würzig, aber nicht salzig
- Wenig Süßes
- Viel Vollkornprodukte
- Reichlich Gemüse, Kartoffeln und Obst
- Wenig tierisches Eiweiß
- Alkoholtrinken mit Verstand
- Öfters kleine Mahlzeiten
- Schmackhaft und schonend zubereiten


Angebote der AOK Sachsen-Anhalt


AOK-Curaplan - Diabetes Typ 1

Unter dem Markennamen "AOK-Curaplan" bietet die Gesundheitskasse ihren Versicherten auch ein strukturiertes Behandlungsprogramm (DMP), das genau auf die Bedürfnisse von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 zugeschnitten ist. Eine Heilung dieser chronischen Erkrankung ist bisher nicht möglich. Daher will das Programm den Patienten vor allem helfen, trotz des Diabetes gut zu leben. Dabei stellt das AOK-Programm die Patienten mit ihren Fähigkeiten, Kenntnissen und ihrer Entscheidungskraft in den Mittelpunkt.

Die Ziele der Behandlung legen die Patienten zusammen mit ihrem Arzt fest. Ein solches Ziel kann zum Beispiel die richtige Einstellung des Blutzuckers, aber auch eine Veränderung bestimmter Lebensgewohnheiten sein. Bei AOK-Curaplan für Diabetes Typ 1 spielt der behandelnde Arzt eine wichtige Rolle. Er koordiniert die Behandlung nach klaren Regeln und überweist die Patienten an andere Spezialisten, wenn es erforderlich ist. Ein wesentlicher Bestandteil von AOK-Curaplan sind die strukturierten Schulungsprogramme für die Patienten. Hier werden sie umfassend über den Diabetes und seine Folgen aufgeklärt und üben praktisch zum Beispiel die verschiedenen Arten einer Insulinbehandlung.

Die Behandlungsempfehlungen des Programms stützen sich auf die so genannte evidenzbasierte Medizin, das heißt sie basieren auf gesicherten Erkenntnissen aus hochwertigen wissenschaftlichen Studien. Erfahrung und Urteilskraft des einzelnen Arztes werden dann mit diesem besten und aktuellen Stand des Wissens verknüpft.


AOK-Curaplan - Diabetes Typ 2

Menschen, die an Typ-2-Diabetes erkrankt sind, können ihre Lebensqualität mit einer angemessenen Behandlung deutlich verbessern. Mit AOK-Curaplan können Diabetiker sicher sein, so früh wie möglich die bestmögliche Versorgung zu bekommen. Ein Teil dieses strukturierten Behandlungsprogramms (auch DMP genannt) sind spezielle Patientenschulungen. Dort lernen Diabetiker, kompetent mit ihrer Erkrankung umzugehen. Bei AOK-Curaplan übernimmt der Arzt die Rolle des Koordinators. Er steuert alle Abläufe in enger Zusammenarbeit mit anderen Experten und Fachärzten. Er bekommt alle Befunde und bleibt so immer auf dem Laufenden. Zudem erinnert er seine Patienten an wichtige Vorsorge- und Untersuchungstermine.
Alle Empfehlungen und Behandlungen stützen sich bei AOK-Curaplan für Diabetes auf den aktuellen Stand der Wissenschaft. Die Behandlungen zusätzlicher Erkrankungen wie etwa Bluthochdruck werden zudem berücksichtigt. Dies alles dient der Sicherheit und dem Wohlbefinden des Patienten.

Für Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der AOK Sachsen-Anhalt in den 44 Kundencentern vor Ort oder an der Servicehotline unter 0800 226 5726* gern zur Verfügung (*kostenfrei aus allen deutschen Netzen, Mo-Fr 8:00 - 20:00 Uhr, Sa 8:00 - 14:00 Uhr)