Ein Wetter, dass man keinen Hund vor die Tür jagen möchte oder einfach Lustlosigkeit – gerade im Winter schaffen es viele nicht, das Haus zu verlassen und Sport zu treiben. Je grauer und kälter es draußen ist, desto größer sind die Hürden, aktiv zu werden. Hier einige Tipps, die helfen, aktiv durch den Winter zu kommen:

Schritt 1: Motivation ankurbeln!
Machen Sie sich klar, wie sehr Ihr Körper und Ihr Geist gerade auch im Winter von Bewegung profitieren. Herz-Kreislaufsystem, die Muskeln und Gelenke, das Immunsystem, die geistige Leistungsfähigkeit werden gestärkt, die Haut besser durchblutet, das Gewicht gehalten, Stress abgebaut. Die insgesamt bessere Durchblutung empfinden gerade Menschen als sehr angenehm, die sich sonst durch den Winter frösteln.

Schritt 2: Runter mit den Ansprüchen!
Wer die 20 Kilometer vor sich hat, kommt schlechter vom Sofa hoch als derjenige, der nur einmal um den Block spazieren soll: Schon sehr kleine Bewegungseinheiten tun gut und sind ein Grund, mit sich zufrieden zu sein. Es muss weder immer der Waldlauf sein noch zwei Stunden Tennis oder mehrere Bahnen im Schwimmbad ziehen. Wer sich bewegen will, braucht nicht einmal Sportkleidung und Turnschuhe.

Schritt 3: Klein anfangen!
Viele Aktivitäten lassen sich einfach und mühelos in den Alltag integrieren – man muss nur dran denken. Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Treppe statt den Aufzug bei der Arbeit zu benutzen. Gehen Sie beim Kollegen vorbei, statt ihn anzurufen. Steigen Sie eine Station früher aus Bus oder Straßenbahn aus und gehen den Rest des Heimweges zu Fuß, vielleicht auch mal bewusst einen Schritt schneller als sonst. Vorm Fernseher lässt sich prima Gymnastik machen oder auf dem Hometrainer "arbeiten".

Schritt 4: Der Lust folgen!
Manche Dinge sind nur im Winter möglich oder machen zumindest in dieser Jahreszeit besonderen Spaß: Mit Freunden auf vereisten Seen Schlittschuh-Laufen, Rodeln, in einer Therme die Sauna besuchen und anschließend im dampfenden Außenbecken ein paar Runden schwimmen oder bei heftigem Schneefall wie in den vergangenen Jahren vor der eigenen Haustür Langlauf-Ski fahren. Vielleicht wollten Sie aber auch schon immer einmal den Bauchtanz-Kurs an der Volkshochschule belegen. Wer sich schlecht aufraffen kann, sollte umso mehr in sich gehen, wozu er wirklich Lust hat. Das gibt oft den entscheidenen Schwung.

Schritt 5: Jetzt dranbleiben!
Bewegung ist gut, aber entscheidend ist natürlich die Regelmäßigkeit. Wer etwas gefunden hat, was ihm auch über den Winter Spaß macht, sollte dran bleiben. Dabei gilt auch hier: nicht überfordern. Dreimal die Woche Bewegung und Sport reichen aus, um fit zu bleiben und dem Körper Gutes zu tun. Mit ein paar Tricks ist das zu schaffen: Am besten legt man dazu schon am Wochenanfang die Tage fest, an denen man aktiv sein möchte. Direkt nach der Arbeit loslegen – wer direkt zum Sport geht, geht der Versuchung durch das Sofa einfach aus dem Weg. Hilfreich sind auch feste Verabredungen mit Freunden, Sportpartnern oder bei Lauftreffs. Stehen Tag und Uhrzeit fest, sind weniger Ausreden möglich. Ist erst einmal der Anfang geschafft, fällt es oft beim nächsten Mal schon leichter: Wir erinnern uns an das gute Gefühl, das der Sport hinterlassen hat. Das motiviert zum Weitermachen.


(Quelle: AOK-Mediendienst)