Nasskaltes Wetter im Herbst und Winter kann der empfindlichen Haut an den Füßen zusetzen. Umso wichtiger ist es, in der dunklen Jahreszeit auf die optimale Pflege zu setzen. Die richtige Behandlung der Haut fängt mit der Wahl der Fußbekleidung an:

Bielefeld (rgm). "Zu enges Schuhwerk, falsches Strumpfmaterial, Feuchtigkeitsstau beziehungsweise kalte Füße sorgen häufig für Fußbeschwerden wie Druckstellen und Pilzinfektionen an Füßen und Zehennägeln", erklärt Professor Isaak Effendy, Dermatologe aus Bielefeld. Am besten sind Socken aus Naturmaterialien wie Baumwolle zu tragen und regelmäßig zu wechseln.

Feuchte Schuhe müssen grundsätzlich gut durchtrocknen, bevor sie erneut angezogen werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte zudem in warmen, geschlossenen Räumen – zum Beispiel im Büro – dicke Winterstiefel ausziehen und auf luftigere Schuhe umsteigen, bis wieder nach draußen gegangen werden muss.

Nicht nur für durchgefrorene Füße ist ein warmes, zehnminütiges Fußbad angenehm. Bei 37 Grad Celsius Wassertemperatur können in einer Schüssel zwei Esslöffel Meersalz aufgelöst werden – fertig ist ein schonendes Fußbad. Ein Lavendelzusatz kann die Entspannung fördern. Nach dem Bad sind die Füße gut abzutrocknen, wobei die Zehenzwischenräume nicht vergessen werden sollten. Denn auf feuchter Haut haben Pilzinfektionen leichtes Spiel. Anstatt die Haut zu reiben, ist das vorsichtige Tupfen zu bevorzugen. Tipp: Zwickt es beim Abtrocknen der Füße im Rücken, lässt der Luftstrom eines lauwarm eingestellten Haartrockners die Feuchtigkeit verdunsten.

Haben sich an den Füßen Hornhäute gebildet, sind diese nach dem Fußbad aufgeweicht und können meist relativ leicht mit einer Hornhautfeile entfernt werden. Anschließend pflegt eine fetthaltige Salbe die Haut und sorgt für Geschmeidigkeit.

Diabetiker und Menschen, die aufgrund einer eingeschränkten Beweglichkeit ihre Füße selbst nicht gut erreichen, sind am besten bei einem Fußpfleger aufgehoben. Damit die Fußnägel nicht einwachsen oder in den Schuhen zu drücken beginnen, sollten sie regelmäßig gekürzt werden – unter Umständen ebenfalls vom Fußpfleger. Am besten ist es, die Nägel eher gerade abzuschneiden und die Ecken mit einer Feile leicht abzurunden.

Sind auf den Nägeln weißlich-gelbe oder braune Flecken zu sehen, könnte dies auf eine Nagelpilzinfektion hindeuten. Zur Behandlung dieser Erkrankung haben sich moderne medizinische Nagellacke, beispielsweise mit dem Wirkstoff Amorolfin, bewährt. Diese Substanz zieht tief in das Nagelbett ein und entfaltet dort seine Wirkung. Meist bildet der in Apotheken erhältliche Lack ein Sieben-Tage-Wirkstoffdepot und muss nur einmal pro Woche aufgetragen werden.

Ein weiterer wichtiger Pflegebaustein ist das regelmäßige Cremen. Denn die Haut an den Füßen hat wenige Talgdrüsen und wird daher schnell trocken. Fetthaltige Cremes oder Pflegeprodukte mit Urea (Harnstoff) können vor dem Schlafengehen etwas dicker aufgetragen und einmassiert werden. Socken schützen den Bettbezug vor einer Verunreinigung und sorgen zudem dafür, dass die Creme über Nacht besonders gut wirken kann.