Magdeburg (rgm). Der 12. Aktionstag "Aktiv gegen Krebs" findet morgen von 10 bis 15 Uhr in der Magdeburger Johanniskirche statt. Organisator ist das Tumorzentrum Magdeburg/ Sachsen-Anhalt. Angekündigt ist ein interessantes und breit gefächertes Programm unter dem Motto "Sie fragen – Ärzte beraten".

Etwa 25 Ärzte aus dem Uni-Klinikum, Krankenhäusern der Region und Facharztpraxen werden in Vorträgen und Diskussionsrunden sowie an den Informationsständen umfassend Auskunft rund um das Thema Krebs geben und auch gern für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. "Die Themen umfassen Prävention und Früherkennung, moderne diagnostische Verfahren, aber auch komplementäre Therapien werden angesprochen", kündigt Dr. Beatrix Böhme vom Tumorzentrum an.

Die Entstehung einer Krebskrankheit beruht in der Regel nicht auf einer einzigen Ursache, sondern auf einem Geflecht verschiedener Faktoren. Der bisherige Wissensstand erlaubt bei einem Teil der häufigeren Tumorarten Prävention oder Früherkennung.

Bis zu 40 Prozent aller Krebserkrankungen könnten durch Veränderungen der Lebensweise vermieden werden. Diese Zahl veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation WHO und verwies gleichzeitig auf die Möglichkeit für alle Menschen, die bislang bekannten Risikofaktoren wie deutliches Übergewicht, Rauchen, Alkohol und übermäßige Sonnenexposition zu meiden. Dr. Böhme betont: "Das bedeutet, dass jeder unter uns nach heutigen Erkenntnissen vorbeugend einiges tun kann, um das persönliche Erkrankungsrisiko zum Beispiel für Hautkrebs, Kehlkopfkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs, Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs zu senken."

Bei einigen Krebsarten können durch entsprechende Früherkennungsuntersuchungen Vor- und Frühformen eines bösartigen Tumors entdeckt werden. Zwar kann dadurch der Krebs nicht verhindert werden, wohl aber werden die Heilungschancen deutlich erhöht, beispielsweise beim Hautkrebs, Brustkrebs, Darmkrebs oder Gebärmutterhalskrebs.

Der Wunsch nach Heilung, nach weniger Nebenwirkungen, nach Stärkung der körpereigenen Kräfte und ganz einfach der Wunsch, selbst etwas zu tun, veranlasst Patienten, sich komplementären Therapieverfahren zuzuwenden. In dem Vortrag "Krebs – Was kann ich als Patient zusätzlich für mich tun?", der um 14 Uhr beginnt, wird dieses Thema angesprochen.

Die Ernährung wird beim Familien-Infotag auch eine Rolle spielen und dies nicht nur theoretisch, sondern am Buffet zur Verkostung. Blutzellzählung, Lungenfunktionstest sowie Tipps zur Pflege der Haut, besonders nach onkologischen Therapien, vervollständigen das Informationsangebot des Tages. Zahlreiche Selbsthilfegruppen werden vertreten sein. Der Eintritt ist kostenfrei.

Mit der "Europawoche gegen den Krebs" macht die Europäische Kommission jährlich im Oktober auf die Möglichkeiten der Prävention, Früherkennung und Behandlung von Krebs aufmerksam.

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