Magdeburg l Gerade zum Wochenende hin oder in den Ferien, sind viele mit dem Auto unterwegs, um in den Urlaub zu fahren. Schnell kann es daher zu Staus kommen, die sich teilweise sogar nach mehreren Stunden immer noch nicht auflösen wollen. Um gut durch die Wartezeit zu kommen, sollten sich Autofahrer vor ihrem Reiseantritt gut vorbereiten was Gepäck, Route und Reisezeit angeht.

Getränke und Essen einpacken

Stecken Autofahrer im Stau, kommen sie manchmal auch nicht so schnell wieder raus. Daher sollte man immer ausreichend Getränke mit an Bord haben, rät Alexandra Kruse, Sprecherin des ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt.

Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen hoch sind und dann auch noch die Sonne auf das Auto scheint, sollte immer für reichlich Flüssigkeit im Körper sorgen. Vor allem Wasser kann da Abhilfe schaffen.

"Kaffee, Tee oder Cola sollte man dabei meiden, da nach einer kurzen Aufputschphase das Leistungstief umso stärker und plötzlicher einsetzt", sagt Kruse. Und auch an den kleinen Hunger zwischendurch sollte gedacht werden. Leichte Speisen sollten also auch mit auf die Reiseliste.

Motor aus lassen

Im Stau möchten man in den Sommermonaten eigentlich nicht auf die Klimaanlage und im Winter auf die Heizung verzichten. Der ADAC rät allerdings, den Motor immer und auch in kurzen Staus unbedingt auszuschalten.

Jedoch reiche zum Beispiel für die Klimaanlage auch die Zündung, sagt Kruse. Haben Autofahrer eine längere Reise in den Wintermonaten geplant, gehört eine Decke ins Auto, um sich warm zu halten.

Sommernächte können kühl werden

Steckt man allerdings nachts in einem Stau, sollte auch im Sommer an Decken gedacht werden, da die Temperaturen über Nacht fallen können, rät der ADAC.

Auch eine kleine Schlafpause tue gut und sei für die Weiterfahrt sinnvoll. "Allerdings muss immer ein Autinsasse wach bleiben, um den Fahrer notfalls wecken zu können, wenn die Fahrt weiter geht", sagt Kruse.

Mit Kindern an Bord im Stau

Gerade für Kinder kann ein Stau ganz schön langweilig werden. Um die Kleinen bei Laune zu halten, sollten vorab Karten- oder Ratespiele eingepackt werden. Auch sind laut ADAC Hörbücher oder Filme gut geeignet. Wenn Kleinkinder mit an Bord sind, sollte während der Stauzeit ein Erwachsener hinten sitzen, um das Kind zu versorgen.

An Reiseapotheke und Technik denken

Für eine längere Fahrt als geplant, sollten auch wichtige Medikamente auf die Reiseliste. Alexandra Kruse rät auch zu einem Mittel gegen Reiseübelkeit.

Vor Fahrtantritt sollten die Reisenden darauf achten, dass das Smartphone aufgeladen ist. Ebenfalls sollten Ladekabel und wenn möglich, eine Powerbank mitgenommen werden. So kann zum Beispiel die Verkehrslage im Blick behalten werden oder nötige Umbuchungen erledigt werden, wenn es zur Verspätung kommt.

Gute Vorbereitung kann helfen

Um gar nicht erst in einen Stau zu geraten, sollte man sich vorher anschauen, wo man eigentlich langfährt. Gibt es vielleicht Baustellen auf der Strecke, lohnen sich Ausweichrouten oder auch wie aktuell die Verkehrslage gerade ist, informiert der ADAC. Dies mache es einfacher auf Behinderungen zu reagieren.

Ebenfalls kann man auch schon vorher interessante Orte auf der Reiseroute suchen, die im Fall eines Staus für eine längere Pause besucht werden könnten.

Beste Reisezeit einplanen

Der ADAC empfehlt an einem Dienstag oder Mittwoch zu starten. Ungeeignet seien eher der Freitag und Samstag. Auch bei der Rückreise sollten die Wochenenden vermieden werden. Die geringste Verkehrsdichte auf den Straßen sei nachts. Mit einer Nachtfahrt kommen Autofahrer daher entspannter zum Ziel und außerdem umgeht man in den Sommermonaten so der Hitze, die tagsüber herrscht.