Für Luftkünstler

Einer zeigt, die anderen zeichnen – mit diesen Worten lässt sich umschreiben, was bei „El Maestro“ passiert. Derjenige, der zeigt, schlüpft in die Rolle eines Luftkünstlers. Sein Ziel ist es, den Mitspielern klarzumachen, welche vorgegebenen Striche, Formen und Figuren sie zu Papier bringen sollen. Als Hilfsmittel stehen ihm seine Hände und eine Reihe von auf einer Übersicht dargestellten Gesten zur Verfügung. Zeigt der Maestro etwa einen Kreis und macht er danach das Zeichen für „Malt die nächste Form in die vorherige“, ist den Mitspielern vermutlich klar, was sie tun müssen – lustigerweise manchmal aber auch nicht. Fazit: ein Spiel, für das es Übung braucht und bei dem kuriose Bilder entstehen können.

El Maestro von Valéry Fourcade, Tiki Editions/Asmodee. 3 - 8 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Minuten, ca. 20 Euro.

Für Quizfreunde

Ist Spargel nur weiß oder grün oder gibt es da nicht noch eine dritte Farbe? Wie sieht das Fell eines Hermelins im Winter aus? Und welche Farbe hat das Berliner Rathaus? Tatsächlich sollen die Spieler bei dem innovativen Quizspiel „Color Brain“ statt zu Worten zu ihren eigenen Karten greifen. Diese zeigen nämlich Farben – etwa Violett, Weiß und Rot, was die Antworten zu den eben gestellten Fragen wären. Zahlen auf den Quizkarten geben vor, wie viele Farbkarten ausgespielt werden sollen. Tricky ist die Punktvergabe: Karten, die von allen Teams richtig beantwortet wurden, geben keine Punkte, bringen aber dann, wenn Fehler gemacht werden, den Richtigtippern Zusatzpunkte. Fazit: unterhaltsam, lehrreich, kurzweilig.

Bilder

Color Brain von Tristan Williams, Game Factory. 2 - 12 Spieler ab 12 Jahren, ca. 20 Minuten, ca. 23 Euro.

Für Reaktionsschnelle

Wer wird zuerst seine Bildkarten los? Um diese Frage geht es bei dem gelungenen Such- und Reaktionsspiel „Slapzi“. In jeder Runde gibt es eine neue Vorgabe – etwa jene, die da lautet „Benötigt Wasser“. Also los: Rasch die beidseitig bedruckten Handkarten nach einem Tier, einer Pflanze oder sonst einem passenden Bild durchsuchen. Entdecker sind nur dann erfolgreich, wenn ihre Karte vor dem Wurf eines Mitspielers in der Mitte landet. Wem der Schauen-Finden-Werfen-Ablauf liegt, wird gut vorankommen. Allerdings ist natürlich auch Glück im Spiel: Wer lauter Karten auf der Hand hat, die zu den zufällig gezogenen Vorgaben nicht passen, kann lange suchen. Fazit: actiongeladen und rasant; Varianten sorgen für noch mehr Abwechslung.

Slapzi, HCM Kinzel. 2 - 8 Spieler ab 8 Jahren, ca. 15 Minuten, ca. 15 Euro.

Für Kommunikative

Dieses Spiel ist für alle – denn quatschen kann wohl jeder. „Small Talk Bingo“ funktioniert so: Zwei Spieler reden zwei Minuten über ein Thema und jeder Mitspieler notiert zuvor auf einem Rastertableau neun Worte, von denen er glaubt, dass diese während der Unterhaltung fallen werden. Genannte Begriffe sind zu streichen, und schafft es ein Spieler innerhalb der Zeit, drei Kreuze in einer senkrechten, waagerechten oder diagonalen Linie zu machen, bekommen er und die beiden Small-Talker je sechs Punkte. Alle anderen Spieler gehen leer aus. Fazit: Ein Spiel für Kommunikative, die sich idealerweise gut kennen, denn bei Vorgaben wie „Eine Shoppingtour ist für mich …“ scheint das Feld zwischen „Freude“ und „Frust“ riesig.

Small Talk Bingo von Jens Merkl und Marco Teubner, moses. 4 - 8 Spieler ab 14 Jahren, ca. 25 Minuten, ca. 18 Euro.

Für Selbermacher

Für Selbermacher

Flaschendrehen

Die Spieler sitzen im Kreis und in die Mitte wird eine leere Flasche gelegt. Nun gilt es festzulegen, was derjenige, auf den der Flaschenhals gleich zeigen wird, tun soll – etwa Kniebeugen machen, auf einem Bein hüpfen oder etwas auf dem Kopf balancieren. Danach dreht ein Spieler die Flasche und nach erledigter Aufgabe wird eine weitere Vorgabe gemacht sowie das nächste „Opfer“ bestimmt. Fazit: spannend und manchmal auch ganz schön schwierig oder gar peinlich.

Schoko-Würfeln

Viel Papier und Bindfaden sind die Zutaten, mit denen die Spieler im Vorfeld eine Tafel Schokolade einpacken. Danach legen sie zwei Gabeln und eine Serviette oder ein Lätzchen bereit. Reihum wird nun gewürfelt und wer eine Sechs würfelt, bindet sich schnell Serviette oder Lätzchen um und versucht, mit den beiden Gabeln das Paket zu öffnen. Sobald allerdings ein Mitspieler eine weitere Sechs würfelt, muss der aktuelle „Auspacker“ alles weitergeben. Liegt die Schokolade irgendwann offen da, darf sich jeder, der eine Sechs würfelt, einen Bissen abschneiden. Fazit: rasant und lecker.