Magdeburg l In der Hotel-Affäre um den AfD-Landtagsabgeordneten Matthias Büttner aus Staßfurt werden sich die Ermittlungen zum Vorwurf der Vergewaltigung bis ins Jahr 2018 hinziehen. Das erklärte die Staatsanwaltschaft Erfurt auf Anfrage der Volksstimme. Derzeit werde ein sichergestelltes Handy des mutmaßlichen Opfers ausgewertet, so ein Sprecher.

Büttner war im November 2016 mit einer inzwischen entlassenen Referentin der AfD-Landtagsfraktion zu einer Tagung nach Erfurt gefahren. Dort soll der Staßfurter die Frau sexuell bedrängt haben. Die Analyse von Handynachrichten soll die Rekonstruktion des Geschehens erleichtern.

Anderes Verfahren eingestellt

Zuletzt hatte in der Sache auch ein Tonband für Wirbel gesorgt. Dabei stand Robby Schmidt im Fokus, ein ehemaliger Mitarbeiter Büttners. Schmidt sitzt im Landesvorstand der Jungen Alternative.

Gegen ihn hatte die Staatsanwaltschaft Magdeburg wegen Notrufmissbrauchs ermittelt. Schmidt hatte bei der Rettungsleitstelle angegeben, dass bei der ehemaligen Referentin Suizidgefahr bestehe. Minuten später tauchte ein Notarzt auf, die Frau wehrte sich mit anwaltlicher Hilfe gegen ärztliche Behandlung. Es stand der Verdacht im Raum, dass der Anruf das Ziel hatte, die Frau in die Psychiatrie einweisen zu lassen und dem unter Druck stehenden Büttner damit zu helfen. Vergangene Woche hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen jedoch eingestellt. Der Grund: Es sei nicht eindeutig nachweisbar, dass der Beschuldigte einen Unglücksfall vorgetäuscht habe.