AfD: Werden Establishment einen „Schock versetzen“

Von dpa

Merseburg - Mit drastischer Rhetorik hat die AfD in Sachsen-Anhalt ihre Anhänger auf die Landtagswahl am 6. Juni eingeschworen. „Wir werden ihnen einen Schock versetzen, von dem sie sich nicht wieder erholen werden“, sagte der AfD-Direktkandidat des Wahlkreises Bad Dürrenberg-Saalekreis, Stefan Wust, am Samstag auf einer Kundgebung in Merseburg. Die Redner zeichneten das Bild einer „losgelöst“ regierenden, „degenerierten“ Politikerkaste, die „champagnerschlürfend“ den Niedergang Deutschlands begleite.

Die rund 250 Anwesenden empfingen unter großem Beifall den thüringischen AfD-Landtagsfraktionsvorsitzenden Björn Höcke, der die Kundgebung mit einer 20-minütigen Rede beendete. Die Landtagswahl habe einen „überragenden Stellenwert“ für die Gesamtpartei, sagte Höcke anschließend. Werde die Partei stärkste Kraft, sei dies ein „historisches Zeichen“. „Wenn die etablierte Politik ihre Blockade-Haltung weiter betreibt, werden wir weiter zulegen.“

Begleitet wurde die Veranstaltung von einer Gegendemonstration mit etwa 350 Teilnehmern. Es kam zu kleineren Auseinandersetzungen mit der Polizei.