Elbe-Gremium

Allein es fehlt der Glaube

Die Bundesregierung muss klare verkehrspolitische Ziele für die Elbe setzen.

Von Jens Schmidt

Der Elbe mehr Natürlichkeit zurückzugeben, ihre Erosion zu stoppen und zugleich den Schiffen mehr Wasser unterm Kiel zu bieten, ist ein arg kniffliges aber dennoch machbares Unterfangen. Doch es mehren sich Zweifel, dass das Elbe-Gremium bis zum Jahresende etwas Handfestes vorlegt. Zu wenige glauben an den Kompromiss. Vielsagend war da die Position der BUND-Vertreterin, die von der „Quadratur des Kreises“ sprach. Also von der Unlösbarkeit des Problems. Mag ihr Satz zugespitzt gewesen sein - er drückte doch sehr gut die Gefühlslage der Umweltverbände aus. Und die Wirtschaft? Sie verlangt zu Recht klare Aussagen, welche Tiefe die Wasserstraße Elbe künftig bieten soll. 1,60 Meter, 1,40 Meter oder was? Und: Sollen in der Unterelbe Buhnen gebaut werden oder nicht? Diese Punkte stehen bislang noch gar nicht auf der Themenliste.

Ein Runder Tisch ist schön. Aber die Bundesregierung kommt nicht drumherum, selbst klare verkehrspolitische Ziele zu setzen. Davon hängt ab, was an der Elbe passiert.