Ausgrabungen auf Königspfalz Helfta werden vorgestellt

Von dpa

Eisleben (dpa/sa) – - Erste Ergebnisse der Ausgrabung der verschwundenen Kirche Kaiser Ottos des Großen (912–973) werden am Mittwoch (16.00 Uhr) der Öffentlichkeit präsentiert. Archäologen hatten mit der Ausgrabung auf der entdeckten Königspfalz Helfta bei Eisleben (Landkreis Mansfeld-Südharz) im Mai begonnen. Gefunden wurde das Gelände im Jahr 2009 durch geomagnetische Prospektion.

Vor der Gründung des heute wieder bestehenden Zisterzienserinnenklosters St. Marien zu Helfta hatte der Ort bereits im 10. und 11. Jahrhundert eine Königspfalz. „Diese Kirche ist aber für eine Pfalzkirche mit 30 Meter Länge und etwa 20 Meter Breite außerordentlich groß und aufwendig gebaut worden“, sagte Projektleiter und Archäologe Professor Felix Biermann. „Hier hat Otto eine Kathedrale in Kleinformat bauen lassen.“ Für einen archäologischen Befund sei alles in einem außergewöhnlich guten Erhaltungszustand geblieben. Die Kirche wurde um 968 gegründet und der heiligen Thüringerprinzessin Radegundis geweiht.