Bauernbund fordert Extremwetter-Fonds
Quedlinburg (dpa/sa) - Nach dem heißen Sommer 2018 mit erheblichen Ernteausfällen spricht sich der Bauernbund Sachsen-Anhalt für die Einrichtung eines Extremwetter-Fonds aus Landesmitteln aus. Die Landwirtschaft stehe wegen des Klimawandels vor großen Herausforderungen, betonte Verbandspräsident Jochen Dettmer am Dienstag.
Neben den notwendigen betrieblichen Anpassungen sei auch die Hilfe des Staates bei extremen Wetterereignissen notwendig. "Eine staatlich geförderte Pflichtversicherung lehnen wir ab", betonte Dettmer. Ein Extremwetter-Fonds solle im Katastrophenfall Schäden für Kommunen, Landwirte und Forst ausgleichen. Entschädigungen bei Dürre oder Hochwasser könnten etwa einkommensunabhängig in Form von Hektarhilfen in betroffenen Gebieten gezahlt werden. Der Verband hatte seine Auffassung bereits bei der Landtagsanhörung am 29. Mai vorgetragen.
Die Ernte war im vorigen Jahr so schlecht ausgefallen wie seit Jahren nicht mehr. Um die Bauern zu unterstützen, zahlt das Land Sachsen-Anhalt Dürrehilfen.