Magdeburg (vs) l In einer Auftaktveranstaltung der Privatschulverbände VDP und Landesarbeitsgemeinschaft christlich orientierter Schulen in freier Trägerschaft (LAG) im Domgymnasium zu Magdeburg sind die freien Schulträger Sachsen-Anhalts übereingekommen, sich die "Hinhaltetaktik der Landesregierung bei der Finanzierung der freien Schulen nicht mehr bieten zu lassen." Das schreibt der Pressesprecher der Landesarbeitsgemeinschaft christlich orientierter Schulen in freier Trägerschaft, Dietrich Lührs.

Neben der Nichtberücksichtigung der Gebäudekosten, mache den freien Trägern vor allem zu schaffen, dass das Land sich seit Jahren weigere, seinen Anteil an den Personalkosten, korrekt zu übernehmen. "Man finanziert uns bewusst unter", so Lührs. Während ein Lehrer den Großteil seines Lebens in der Erfahrungsstufe sechs seiner Gehaltsgruppe verbringe, werde den freien Schulen nur die Erfahrungsstufe vier zugestanden. "Das akzeptieren wir in keiner Weise", so Lührs, und kündigte eine härtere Gangart gegenüber dem Land an.

Lührs stellt klar, dass das Land Sachsen-Anhalt mit einer Klagewelle zu rechnen hat, "die es noch bereuen wird. Wenn sich an der seit Jahren praktizierten Unterfinanzierung in den nächsten Wochen nichts ändere, werden unsere Anwälte die bereits vorbereiteten Klagen einreichen."