Sozialminister lässt sich am Universitätsklinikum Magdeburg den lebenswichtigen Saft abzapfen

Bischoff: "Blutspenden ist eine Selbstverständlichkeit"

Von Friederike Ostermeyer

Magdeburg. "Ich möchte mit meiner Spende darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, regelmäßig Blut zu spenden. Es ist für mich einfach eine Selbstverständlichkeit", betonte Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales (SPD), als er sich gestern beim Institut für Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum einfand.

Jedes Jahr während der Sommermonate geht erfahrungsgemäß die Zahl der Blutspenden drastisch zurück. Auch die Universitäts-Blutbank bekommt seit einigen Wochen die Ferienzeit wieder deutlich zu spüren. "Die Studenten sind in den Semesterferien, die Familien sind im Urlaub und auf den Straßen passieren deutlich mehr Unfälle als zu anderen Jahreszeiten", sorgt sich der Direktor der Uni-Blutbank, Marcell Heim, jährlich aufs Neue.

Minister Bischoff weiß um die saisonbedingten Engpässe und hofft mit einer persönlichen Spende auf eine Vorbildwirkung. Da er kürzlich erst selbst seinen 60. Geburstag feierte, möchte er mit der Spendenaktion ebenfalls ein Zeichen für die ältere Generation setzen. "Vielen Menschen ist vermutlich noch gar nicht bewusst, dass die Altersgrenze für Spender vor zwei Jahren aufgehoben worden ist. Ich bin froh darüber, dass ich durch diese Änderung weiter helfen kann." Prof. Heim begrüßte die Spendenwilligkeit des Ministers und hofft auf Nachahmer: "Wir starten regelmäßig Appelle an die Bevölkerung. Aber manchmal habe ich das Gefühl, dass der Altruismus ein wenig verloren gegangen ist."