Magdeburg l Studenten aus diversen Fachrichtungen entwickeln an der Universität Magdeburg eine bessere Vernetzung von Hochschule und Nachhaltigkeit. Für dieses Projekt wird nach dem niederländischen Konzept „Green Office“ gearbeitet, das den jungen Denkern mehr Freiheit, aber auch Verantwortung gibt.

Nachhaltigkeit im Fokus

Um die hochgesteckten Ziele auch umsetzen zu können, beschäftigt sich das junge Projektteam momentan mit der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts. Dieser soll anhand von qualitativen und quantitativen Indikatoren festhalten, wie der Ist-Zustand an der Guerickeuniversität aussieht. Ebenso sollen Visionen für kommende Jahre formuliert werden. „Wenn diese Arbeitsgrundlage geschaffen ist, beginnt der kreative Optimierungsprozess“, erklärt Julius Brinken, einer von zwei studentischen Hilfskräften im Team.

Des Weiteren organisiert das Nachhaltigkeitsbüro zusammen mit der Abteilung Umweltpsychologie sogenannte Vernetzungstreffen zwischen der Professorenschaft, diversen Hochschulgruppen und Studierenden. „Wir wollen die Fäden zusammenführen, um so Kontakte und Wissen auszutauschen. Nur gemeinsam kann man für eine nachhaltigere Universität einstehen“, betont der optimistische Logistikstudent.

Betreuung durch Beirat

Die Arbeitsgestaltung für Bedingungen und Chancen einer nachhaltigen Entwicklung und Universität liegt primär bei den Studenten, die durch die Expertise eines wissenschaftlichen Beirats betreut werden. Dieser Beirat besteht aus der Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. Franziska Scheffler und weiteren Experten aus den Bereichen Maschinenbau und Psychologie. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Uni in Magdeburg in Forschung und Lehre ist eine gute Voraussetzung für die nachhaltige Entwicklung. Gemeinsam können wir Wege finden, unsere Zukunft lebenswerter zu gestalten“, beschreibt Scheffler.

Der Begriff Nachhaltigkeit hat jedoch nicht nur etwas mit Energiesparlampen und recyceltem Druckerpapier zu tun. Viel mehr rücken besonders große Themen mit ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten in den Vordergrund.

Zu diesen gehören die Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie für die Uni Magdeburg, die Vernetzung und Koordination von Nachhaltigkeitsprojekten, eine durchgängige Integration von Nachhaltigkeit in Studium und Lehre, Stärkung von disziplinärer, inter- und transdisziplinärer Forschung zu Nachhaltigkeit sowie eine nachhaltige Gestaltung von Campus, Verwaltung und des wissenschaftlichen Betriebs.

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit an der Uni Magdeburg beim Uniradio Guericke FM unter www.guericke.fm/infothek-15.