Stendal (bo) l Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich beim Politischen Aschermittwoch der Stendaler CDU deutlich gegen eine Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Linken ausgesprochen. Dies dürfe in beiden Fällen „an keiner Stelle“ geschehen. Gleichzeitig betonte er, die CDU müsse den Menschen eigene Gesprächsangebote machen und verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

Zur Lage der CDU und mit Blick auf das nahende Ende der Merkel-Ära sagte der Minister: „Offenkundig müssen wir wieder ein Stück eigenständiger laufen lernen.“ Und: „Wir brauchen ein Team, das Aufbruch verkörpert und ein klares inhaltliches Profil.“

Spahn gehört zu den prominenten Anwärtern für den CDU-Parteivorsitz. Mögliche Bewerber wollen noch diese Woche erklären, ob sie für das Amt antreten wollen. Das teilte die scheidende CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer gestern mit. Bislang hat nur Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Bewerbung öffentlich gemacht. Als weitere Aspiranten neben Spahn gelten Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Die Wahl des neuen Vorsitzenden soll am 25. April in Berlin erfolgen.

Kramp-Karrenbauer hatte zunächst einen späteren Führungswechsel anvisiert. Demnach sollte der Nachfolger erst auf dem regulären Parteitag im Dezember bestimmt werden. In der Partei waren aber zuletzt Forderungen lauter geworden, die offene Führungsfrage rascher zu klären.