Magdeburg l Eigentlich wollten der CDU-Landesvorstand und die Kreisvorsitzenden in einer Klausurtagung am 5./6. Juni den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im nächsten Jahr vorschlagen. Doch daraus wird nichts. CDU-Generalsekretär Sven Schulze sagte am Donnerstag auf Volkstimme-Anfrage, dass dieser Termin „auf Ende Oktober, Anfang November" verschoben werde.

Damit bleibt zunächst völlig offen, wer für die CDU als Spitzenkandidat ins Rennen geht. Holger Stahlknecht, Innenminister und Landesvorsitzender, hatte bereits  Anfang März seinen Hut in den Ring geworfen. „Ja, ich stehe für die Spitzenkandidatur zur Verfügung", sagte er seinerzeit. Der Zeitpunkt dieser Ankündigung kam für viele überraschend.

Doch nun verdichten sich in der CDU die Anzeichen, dass Haseloff womöglich doch noch ein drittes Mal antreten könnte. Der Wittenberger lässt sich bisher nicht in die Karten gucken, er hält diese Option weiter offen. Haseloff  ist seit 2011 Regierungschef. In der Corona-Krise hat er sich bislang als Krisennmanager profilieren können. Auch in der CDU wird registriert, dass sich Stahlknecht hingegen in den zurückliegenden Wochen in der Öffentlichkeit sehr rar gemacht hat. Selbst ureigene Themen des Ministers (etwa die Sportpolitik) übernahm in der Außendarstellung größtenteils Haseloff.