Ciech-Siedesalzwerk Staßfurt bis Jahresende in Vollbetrieb

Von dpa
Ein Mitarbeiter des Chemiekonzerns Ciech steht im Nasssalzlager vor produziertem Salz.
Ein Mitarbeiter des Chemiekonzerns Ciech steht im Nasssalzlager vor produziertem Salz. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB/Archivbild

Staßfurt - Die neue Salzsiederei des Chemiekonzerns Ciech in Staßfurt (Salzlandkreis) soll bis Jahresende ihren vollen Betrieb aufnehmen. „Wir liegen mit unserer neuen Anlage im Zeitplan und konnten bereits die ersten Salztabletten sowie Nasssalz an Kunden in Deutschland verkaufen“, sagte Andrzej Dawidowski, Leiter des Geschäftsbereichs Salz der Ciech-Gruppe am Dienstag. Zurzeit werden die einzelnen Prozessschritte in der Phase der sogenannten Vorinbetriebnahme noch aufeinander abgestimmt.

An dem Standort sollen künftig jährlich rund 450 000 Tonnen Siedesalz produziert werden. Siedesalz wird unter anderem in der Verarbeitung von Lebensmitteln und Futterprodukten eingesetzt, sowie in der Wasseraufbereitung oder in Reinigungsmittel für Spülmaschinen genutzt. Vor allem Salztabletten, etwa zur Wasserenthärtung, machen einen großen Anteil der jährlichen Produktionskapazität aus, hieß es. Im vierten Quartal soll außerdem die Produktion von Pharmasalz starten. Nach Angaben von Ciech soll die Siederei in Staßfurt besonders effizient und umweltfreundlich arbeiten.

Die Salzanlage ist mit 140 Millionen Euro eigenen Angaben zufolge die größte Investition in der Geschichte der Unternehmensgruppe. Von dem neuen Werk in Deutschland verspricht sich Ciech eine bessere Ausgangsposition auf dem deutschen und westeuropäischen Markt. In der Region werden durch das neue Salzwerk laut dem Unternehmen etwa 140 neue Arbeitsplätze geschaffen. Der Konzern wird in Staßfurt dann demnach insgesamt 500 Mitarbeiter beschäftigen, weltweit seien es über 3000.