Magdeburg (gg) l Die Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen „Magdalena" in Magdeburg weist bei Hausbesuchen und Telefonberatung gezielt auf die Risiken durch Corona hin. Nach Angaben der Beratungsstelle wende man sich mit einem Flyer mit Präventionsmaßnahmen und Hygiene-Tipps zu Corona an die Prostituierten. Gezielte Nachfragen wegen einer Beratung zum Thema Corona habe bislang aber noch nicht gegeben.

Prostituierte sind wegen ihres engen Kontakts zu anderen Menschen besonders gefährdet.  Der Hauptübertragungsweg für Corona ist die Tröpfcheninfektion. Offizielle Zahlen zur Prostitution in Sachsen-Anhalt gibt es nicht. Schätzungen zufolge sind bis zu 1000 Prostituierte in Sachsen-Anhalt tätig – vor allem in der Wohnungsprostitution.

Die AWO-Beratungsstelle "Magdalena" für Sexarbeiterinnen in Magdeburg hatte vor Kurzem ihr Tätigkeitsgebiet auf das nördliche Sachsen-Anhalt ausgeweitet. Derzeit werden auch Sexarbeiter in den Landkreisen Harz, Börde, Jerichower Land, Stendal, im Altmarkkreis Salzwedel und im Salzlandkreis beraten. "Magdalena" gibt es seit August 2016. Sie bietet eine unabhängige, anonyme und kostenfreie soziale Beratung für Menschen, die freiwillig im erotischen Dienstleistungsgewerbe tätig sind.