Was tun bei Corona-Verdacht im Klassenzimmer?

Schüler bis 10 Jahre mit:

● akutem Fieber (ab 38 Grad),

● akutem Husten sowie

● Störungen des Geruchs- oder Geschmackssinnns, begleitet von Atemwegssymptomen, müssen zu Hause bleiben (jeweils ein Symptom genügt)

Schüler bis 10 Jahre mit:

● einfachem Schnupfen, ohne Fieber und mit unauffälligem Husten können am Unterricht teilnehmen.

Treten bedenkliche Symptome erstmals in der Schule auf, sollen die Kinder in einem Extraraum isoliert werden. Sie sind von den Eltern abzuholen.

Im Fall der ersten, bedenklichen Symptomgruppe müssen sich Kinder beim Arzt vorstellen. Er entscheidet über einen Corona-Test. Fällt er negativ aus, kann ein Kind bei Fieberfreiheit zurück in die Schule. Für Schüler ab 10 gelten Kriterien des Robert-Koch-Instituts. (aw)

Magdeburg l Kurz vor dem Schulstart heute hat das Bildungsministerium ein sogenanntes Schnupfenpapier herausgegeben. Der Leitfaden soll Schulleitungen und Lehrern helfen, im beginnenden Herbst unbedenkliche Erkältungssymptome von möglichen Coronavirus-Infektionen zu unterscheiden. Es soll auch in der Arbeit mit den Eltern eingesetzt werden.

„Das Papier soll Unsicherheiten in Bezug auf den Umgang mit Schülern mit Krankheitssymptomen verringern“, sagte Ministeriumssprecher Stefan Thurmann gestern. Vorlage seien ähnliche Leitfäden anderer Bundesländer gewesen. Vor der Veröffentlichung sei das Papier mit dem Pandemiestab im Sozialministerium abgestimmt worden, ergänzte der Sprecher.

Wer bleibt zu Hause?

Kinder unter 10 Jahren mit akutem Fieber, Husten oder Störungen von Geschmacks- oder Geruchssinn müssen demnach zu Hause bleiben, wenn mindestens eines der genannten der Symptome auftritt.

Negativer Test nötig

Treten die Beschwerden erstmals in der Schule auf, sind Kinder in einem getrennten Raum unterzubringen. Eltern müssen sie abholen. In solchen Fällen sind die Kinder beim Arzt vorzustellen. Der entscheidet, ob ein Corona-Test notwendig ist oder nicht. Fällt der Test negativ aus, können Kinder in die Schule zurück, sobald sie 24 Stunden ohne Fieber sind und keine Weiterverbreitung ihrer Krankheit droht. Ein weiteres ärztliches Attest ist dann nicht notwendig. Bei einem positiven Corona-Test kommen die Gesundheitsämter ins Spiel. Schulen gehen dann mindestens in den eingeschränkten Betrieb. Ein Schulbesuch corona-erkrankter Kinder ist laut Leitfaden frühestens nach 10 Tagen häuslicher Isolation und 48 Stunden Symptomfreiheit möglich.

Unter 10-jährige Kinder mit unspezifischen Erkältungssymptomen wie Schnupfen und unauffälliger Husten ohne Fieber können indes generell weiter am Unterricht teilnehmen.

Für ältere Kinder ab 10 Jahren gelten Kriterien des Robert-Koch-Instituts. Auch für diese Altersgruppe zählen akute Atemwegssymptome, Fieber und Störungen des Geruchs- und Geschmacksinns zu den Leitsymptomen. Als meldepflichtige Verdachtsfälle gelten Personen, die Symptome zeigen und zudeem Kontakt zu einem Corona-Patienten hatten oder bei denen eine Hinweise auf eine Lungenentzündung bestehen.