Magdeburg l Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen hat das Bildungsministerium die Hygienevorgaben für die rund 900 Schulen in Sachsen-Anhalt verschärft. Die ab Montag gültigen, neuen Regelungen sehen Folgendes vor:

1. Außerhalb des Unterrichts gilt - außer in Räumen, die nur Lehrer oder Hausmeister nutzen - ab sofort überall Maskenpflicht, wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

2. Alle außerunterrichtlichen Veranstaltungen, wie Klassen- und Schulfeste, Aufführungen, Konzerte, Wandertage oder Sportwettkämpfe finden ab sofort nicht mehr als Präsenzveranstaltungen statt.

3. Steht mehr als ein Viertel der Schüler oder Lehrer unter Quarantäne, wechselt eine Schule in den eingeschränkten Regelbetrieb. Das heißt Unterricht mit Mindestabstand und damit Teilung von Klassen in kleinere Gruppen. Der Unterricht findet dann für die jeweilige Gruppe im Wechsel in Präsenz und zu Hause statt.

Bislang greift der eingeschränkte Betrieb, wenn ein Schüler oder Lehrer tatsächlich mit dem Corona-Virus infiziert ist oder wenn die Infektionsrate in einer Region ein kritisches Maß erreicht und auf die Schule überzugreifen droht. - Eine Schule war bisher nicht betroffen.

Wie viele Schulen von der neuen Regelung betroffen sein würden, teilte das Bildungsministerium am Freitag zunächst nicht mit. Am vergangenen Freitag standen landesweit 900 Schüler an 63 Schulen unter Quarantäne.

Bildungsminister Marco Tullner (CDU) sagte gestern: "Wir müssen feststellen, dass immer häufiger Schulen von Quarantäneverfügungen betroffen sind, wenngleich bisher kein gesteigertes Infektionsgeschehen an den Schulen selbst erkennbar ist." Trotz einer angespannten Situation bleibe das Ziel, den Schulbetrieb möglichst regulär zu organisieren und den Infektionsschutz konsequent umzusetzen.