Technik

Cyberagentur: Mensch-Maschine-Interaktion sicherer machen

Von dpa 23.09.2021, 13:14 • Aktualisiert: 25.09.2021, 09:07
Tasten einer beleuchteten Tastatur.
Tasten einer beleuchteten Tastatur. Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Halle - Die Cyberagentur in Halle will künftig einen Schwerpunkt auf die Sicherheit von Gehirn-Computer-Schnittstellen legen. Dazu werde sie ihr Programm zu „Sicherer neuronaler Mensch-Maschine-Interaktion“ starten, hieß es in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

In einem ersten Wettbewerb sucht die Agentur Konzepte, wie die Cybersicherheit des Gehirns bei Gehirn-Computer-Schnittstellen gewährt werden kann. Ziel sei es, eine ganzheitliche Architektur zu erarbeiten, die insbesondere technische Standards für den privaten Raum des Hirns in der Neurotechnologie setzen soll, hieß es in der Mitteilung.

Gehirn-Computer-Schnittstellen sind eine Technologie, die laut Cyberagentur vor allem im klinischen Bereich genutzt werden. Klassische Beispiele sind Patienten, die wegen Lähmungen und Krankheiten nicht mehr sprechen können, und durch Maschinen, die ihre Hirnströme auslesen und interpretieren, wieder mit ihrer Umwelt kommunizieren können („Locked-In-Syndrom“). Auch Prothesen können auf diese Art bewegt werden. In Zukunft sollen ebenso gesunde Menschen auf solche Schnittstellen basierte Anwendungen nutzen, beispielsweise um ihre Sinne zu erweitern oder per Gedanken zu kommunizieren.

Die Cyberagentur war im Juni 2020 gegründet worden. Sie soll zielgerichtet Forschungsprojekte anstoßen und finanzieren, die Deutschlands Sicherheit im Internet stärken.