Alltag im Osten Erinnern Sie sich noch? Diese Kult-Produkte standen in fast jedem DDR-Haushalt
In der DDR gab es viele Produkte, die Jahrzehnte überdauerten und in fast jedem Haushalt zu finden waren. Sie galten als robust, praktisch und unverwüstlich. Welche Alltagswunder noch heute faszinieren.

Magdeburg/Halle (Saale)/DUR. – Wer an die DDR zurückdenkt, denkt oft zuerst an Geräusche, Gerüche und kleine Handgriffe. An das Brummen einer Maschine, an das Klacken eines Schalters, an Dinge, die einfach immer da waren.
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Es waren Geräte in der Küche, Helfer im Bad und die kleinen Dinge auf dem Tisch, die den Alltag begleiteten. Und fast jede Familie kannte dieselben Sachen. Sie standen in unzähligen Wohnungen, wurden weitergegeben, repariert und benutzt, bis sie nicht mehr konnten.
1. Stern-Kassettenrecorder: Wie Musik in DDR-Wohnzimmer einzog
Musik spielte in den DDR-Wohnzimmern eine große Rolle. Der Stern-Kassettenrecorder war für viele der erste eigene Zugang zur großen, weiten Welt der Musik. Grau oder beige, schwer und solide, mit Tasten, die laut klickten. Wer ihn hatte, konnte endlich hören, was er wollte. Aus dem Kasten dröhnten Lieder von Frank Schöbel, Rockhaus oder Karat.

West-Sender wurden heimlich aufgenommen, Lieblingslieder immer wieder abgespielt. Ganze Freundschaften entstanden aus getauschten Kassetten.
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Und dann waren da noch die eigenen Aufnahmen: kleine Hörspiele, schiefe Gesangseinlagen, geheime Botschaften. Diese Bänder waren kleine Schätze – und manchmal auch ein wenig peinlich.
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2. Der Plastikkamm: Unscheinbares DDR-Alltagsprodukt für die Ewigkeit
Der Plastikkamm war schlicht, aber allgegenwärtig. Fast jeder hatte einen: im Bad, in der Schultasche, der Jacke oder der Gesäßtasche der Hose. Er war leicht, stabil und hielt ewig. Auch wenn er einmal brach, benutzte man ihn einfach weiter.

Nach dem Aufstehen, vor der Schule, vor dem Tanz oder der Arbeit – kurz durch die Haare, und alles war wieder in Ordnung. Der Kamm war ein kleines, aber wichtiges Stück Alltag.
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3. Eierbecher in Hühnerform: Kultobjekte vom DDR-Frühstückstisch
Am Frühstückstisch standen sie wie kleine Wächter: die Eierbecher in Hühnerform. Ein bisschen kitschig, ein bisschen lustig, aber sehr beliebt. Das Ei saß im Huhn wie in einem Nest und man musste einfach schmunzeln, bevor man es aufklopfte.
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Für Kinder war das Frühstück damit gleich spannender. Selbst ein einfaches Ei fühlte sich plötzlich wie ein kleines Fest an. Und auch Erwachsene konnten diesem Anblick selten widerstehen.
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4. Waschmaschine WM 66: Wenn der ganze Block wusste, dass gewaschen wird
Die WM 66 war nichts für leise Stunden. Wenn sie lief, wusste der ganze Block Bescheid. Die Waschmaschine ratterte, schüttelte sich und arbeitete mit voller Kraft. Aber genau das machte sie beliebt: Man hörte, dass sie tat, was sie sollte.
WM stand für Wellenrad-Waschmaschine. In der Trommel drehte sich unten ein kräftiges Rad, das die Wäsche im Wasser bewegte und so den Schmutz herausarbeitete. Einfach, aber wirkungsvoll.

Das Waschen war ein kleines Ritual. Das Wasser wurde noch mit Schlauch oder Eimer eingefüllt, das Waschpulver von Hand dazugegeben. Dann wurde der Deckel geschlossen, und die Maschine legte los.
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Oft stand die WM 66 in der Küche oder im Bad. Wenn jemand vergaß, rechtzeitig auf Schleudern zu schalten, wurde der Boden nass. Doch am Ende hing saubere, frisch riechende Wäsche auf der Leine. Und das war alles, was wirklich zählte.
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Die WM 66 war ein echtes Alltagswunder. Am 1. Mai zum Beispiel war sie in vielen Haushalten voll mit Bockwürstchen. Da wurde nicht gewaschen, sondern gewärmt. Und im Spätsommer half sie beim Einwecken von Obst.
5. Bombe statt Gefrierschrank: Wie Eis in der DDR gerettet wurde
Der Thermobehälter für Eis, in der DDR auch "Eisbombe" genannt, war eine große, dicke Thermoskanne mit einem ganz besonderen Auftrag: Eis zu retten. Die bunten Behälter hielten alles schön kalt, selbst wenn draußen die Sonne brannte und der Sommer es ernst meinte. So konnte man das Eis aus der Eisdiele nach Hause tragen, ohne dass es unterwegs zu süßer Suppe wurde.

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Das war wichtig, denn ein eigener Gefrierschrank war längst keine Selbstverständlichkeit in der DDR. Wer Eis wollte, musste es holen. Die Eisbombe war dabei ein treuer Partner. Sie wurde stolz auf den Tisch gestellt, der Deckel langsam geöffnet, und alle schauten gespannt hinein: Hat das Eis überlebt?
6. Bebo Sher Rasierer: Ein Brummen als Zeichen des Erwachsenwerdens
Aus der gepolsterten Box geholt, eingesteckt – und los ging es. Der Bebo Sher war für viele junge Männer der erste eigene elektrische Rasierer. Oft bekam man ihn zur Jugendweihe. Das Zeichen: Jetzt bist du groß.

Er summte kräftig, lag gut in der Hand und gehörte bald genauso zum Morgen wie Zahnbürste und Seife. Der Name war Programm: "Bebo" kam vom Hersteller Bergmann-Borsig, einem großen Betrieb, der eigentlich Turbinen und Maschinen baute. "Sher" stand für schnell, hautschonend, elektrisch und rasiert. Und weil das keine leeren Worte waren, brummte der Bebo Sher gleich mit voller Kraft los, sobald man ihn einschaltete.
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7. AKA electric RG28: Der Handrührer, der Sonntagskuchen möglich machte
Wenn der Handrührer loslegte, wusste jeder im Haus: Jetzt wird gebacken. Sein Brummen war das Startsignal für Kuchen, Sahne und süße Düfte. In vielen Küchen der DDR gehörte die quietschorangefarbene "AKA electric Küchenmaschine RG28" zum Alltag.

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Das Mix- und Rührgerät war schwer, stark, vielseitig einsetzbar und nahezu unzerstörbar. Jahrzehntelang tat er seinen Dienst. Auf diesen Motor konnte man sich verlassen, genau wie auf den Sonntagskuchen. In vielen ostdeutschen Haushalten ist der RG28 heute noch in Benutzung.
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8. Multiboy: Das vielseitige Küchenwunder aus der DDR
Der Multiboy war das Küchenwunder der DDR. Er konnte fast alles. Mit seinen Aufsätzen raspelte er Kartoffeln für Reibekuchen, hackte Zwiebeln in Windeseile und schnitt Gurken in saubere Scheiben. Kaum hatte man ihn eingeschaltet, war die Schüssel schon voll. Das ging so schnell, dass man manchmal kaum hinterherkam.
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In vielen Küchen stand er griffbereit, oft auf einem festen Platz. Wenn der Multiboy loslegte, wurde es laut. Er sparte aber Zeit und Mühe, und genau das machte ihn so beliebt. Ob für den Sonntagsbraten, den Kartoffelsalat oder das Abendbrot: Er war immer zur Stelle, wenn viel zu tun war.