Magdeburg (dpa) l Seit einem halben Jahr unterstützt Sachsen-Anhalt Mittelständler finanziell, die ihre Internetangebote ausbauen wollen. Die Resonanz ist größer als erwartet. Die Spannweite reicht von der Einrichtung eines Online-Shops über Apps bis hin zu mehr IT-Sicherheit. Nach Auskunft des Wirtschaftsministeriums wurden binnen eines halben Jahres rund 300 Anträge für das neu gestartete Förderprogramm „Sachsen-Anhalt Digital“ eingereicht. Zu den ersten Bewerbern, die grünes Licht vom Land bekamen, gehören die Bundesliga-Handballer vom SC Magdeburg.

Online-Angebote sind für den Handball-Bundesligisten entscheidend für Kommunikation wie den Vertrieb mit Sponsoren und Partnern, wie SCM-Geschäftsführer Mark-Henrik Schmedt sagte. Mit eigenem Geld sowie 105.000 Euro vom Land überarbeiteten die Handball-Profis ihre Internetseite komplett.

3-D-Hallenplan für SCM

Entwickelt wurde eine eigene SCM-App und der dreidimensionale Plan der Getec-Arena. Die neue Homepage habe gleich einen Preis gewonnen, so Schmedt, die App sei schon gut 10.000 Mal runtergeladen worden. Die neuen digitalen Schaufenster seien ein „Instrumentenkasten, den wir nutzen wollen“.

Ein Großteil der Projekte wurde von der landeseigenen Investitionsbank schon geprüft. Einige Dutzend haben die Zusage schon schwarz auf weiß, bei fast 230 Ideen gilt sie als so wahrscheinlich, dass die Bewerber schon mit der Umsetzung beginnen durften. Aufgrund der großen Resonanz soll das Förderprogramm in den kommenden beiden Jahren deutlich aufgestockt werden. Statt der derzeit gut 14 Millionen Euro soll es bis 2021 insgesamt rund 40 Millionen Euro für digitalisierte Geschäftsmodelle geben. Damit könnten letztlich 1000 Ideen mit finanzieller Unterstützung des Landes umgesetzt werden.