Der Planungsabschluss für die Autobahn 143 endete mit einem doppelten Schock. Die Kosten rauschen um 50 Prozent hoch und die Bauzeit verdoppelt sich. Bei allem Ärger kann man den Deges-Planern wenigstens zugute halten, dass sie sich noch vor dem Baustart zum Realismus durchgerungen haben. Planungen dauern auch wegen eines schwerbeladenen Naturschutzrechts sehr lange. Da darf man nicht mit Preisansätzen von 2009 hantieren.

Dem Steuerzahler und Autofahrer bleibt nichts anderes übrig, als zu zahlen und zu warten. Denn eine vernünftige Alternative gibt es nicht. Halles Einwohner müssen vom durchrauschenden Fernverkehr entlastet werden. Das schon existierende Autobahnnetz gehört an dieser Stelle geschlossen, um zudem lange und spritschluckende Umwege zu vermeiden. Es muss erlaubt und möglich sein, im Ballungsraum Halle-Leipzig eine leistungsfähige Schnellstraße zu bauen – auch wenn sie durchs Schutzgebiet hindurch muss.