Magdeburg l Zu einem schweren Unfall ist es am Montag gegen 12.45 Uhr auf der Autobahn 14 bei Magdeburg gekommen. Wie durch ein Wunder gibt es keine Toten, obwohl im ersten Moment alles daraufhin deutet. Denn als die Retter an der Einsatzstelle ankommen, zeigt sich ihnen ein Bild des Schreckens: Ein Laster liegt quer auf der Fahrbahn, das Führerhaus ist an einem Brückenpfeiler zerquetscht. Ein Kleinwagen steht völlig demoliert in der Unfallstelle.

Doch viele Schutzengel verhinderten hier wohl schlimmers. Zwei Männer kommen verletzt ins Krankenhaus. Ersthelfer berichten später von einem sehr koordinierten Vorgehen. "Es hielten sofort mehrere Menschen an und kümmerten sich um die Verletzten", beschreibt eine junge Frau das Geschehen. Glücklicherweise seien auch zwei Ärzte unter den Ersthelfern gewesen.

Als die Feuerwehr eintrifft, ist der Kraftfahrer immer noch in seiner Fahrerkabine eingeklemmt. "Da alle natürlichen Zugangsöffnungen entweder blockiert oder zu stark deformiert waren, haben wir kurzerhand das Dach aufgeschnitten", erklärt Jens Bindhack von der Magdeburger Berufsfeuerwehr. Mit einer Säbelsäge habe man sich Zugang verschafft und den Schwerverletzten dem Rettungsdienst übergeben. Doch wie konnte es überhaupt zu dem Unfall kommen?

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Wie die Polizei später mitteilte, war der Laster zwischen den Anschlussstelle Magdeburg-Stadtfeld und dem Kreuz Magdeburg unterweg. "Plötzlich vernahm der Lkw-Fahrer einen Knall bei der Fahrt", so Frank Müller von der zuständigen Autobahnpolizei. In Höhe der Brücke Helmstedter Chaussee war der vordere linke Reifen des Brummis geplatzt. "Dadurch verlor der Fahrer die Kontrolle über das Gespann und fuhr vom rechten auf den linken Fahrstreifen." Dabei habe der Salzlaster noch den Kleinwagen gestreift und schlug dann frontal in den Brückenpfeiler ein.

Bis in die Nacht kam es zu Sperrungen und massiven Staus an der Unfallstelle. Am Dienstag sollen die letzten Schäden an den Schutzplanken der Autobahn repariert werden.