vor gericht

Erste Ergebnisse vom Prozess um Ex-Lotto-Chefin Maren Sieb

Sachsen-Anhalts ehemalige Lotto-Geschäftsführerin Maren Sieb sieht ihre Kündigung im vergangenen Jahr als ungerechtfertigt an und fordert Geld ein, das ihr so entgangen ist. Das Landgericht Magdeburg verhandelte heute den Zivilprozess. Nun gibt es erste Ausblicke.

Von Jens Schmidt
Die nächste Verhandlung steht im Oktober an.
Die nächste Verhandlung steht im Oktober an. Foto: Heiko Schmietendorf

Magdeburg - Ex-Lotto-Chefin Maren Sieb streitet sich mit dem Land Sachsen-Anhalt um eine Gehaltsnachzahlung von knapp 80 000 Euro sowie eine Abfindung von mehr als 200 000 Euro vor dem Landgericht Magdeburg. Sieb sieht sich zu unrecht gekündigt.

Heute am Dienstag hat das Gericht deutlich gemacht, dass Sieb wahrscheinlich mit der Gehaltsforderung Erfolg hat. Die nächste Verhandlung steht im Oktober an. Das Land und Sieb einigten sich heute, in der Zwischenzeit einen Vergleich anzustreben. Sieb verlangt 265 000 Euro, das Land bot bislang 137 500 Euro.

Sieb war im Herbst 2020 und damit zwei Jahre vor Vertragsende vom Land gefeuert worden, nachdem es zu dubiosen Großspielen bei Sportwetten gekommen war. Aufsichtsrat und Spielaufsicht sahen sich nicht ordnungsgemäß informiert und warfen Sieb grobe Pflichtverletzungen vor.