Leipzig (dpa) | Die Forschung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird ausgebaut. Das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) an den Standorten Halle, Leipzig und Jena soll künftig von Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen sowie dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) finanziert werden. Die Wissenschaftsminister der Länder wollen am Dienstag am Kernzentrum in Leipzig eine Absichtserklärung zur Weiterfinanzierung des Instituts unterzeichnen. Denn 2024 läuft die Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für das iDiv aus.

Seit 2012 untersuchen Wissenschaftler aus 30 Ländern biologische Vielfalt am iDiv: Sie erforschen Ökosysteme, Insektensterben und das Verhalten von Schimpansen. Etwa 260 Menschen arbeiten am iDiv in Leipzig, davon etwa 190 Wissenschaftler. Hinzu kommen 120 Mitglieder, die an den Universitäten in Halle, Jena und Leipzig sowie am UFZ in Leipzig arbeiten.

Grundsteinlegung für Forschungsneubau

Auch die Forschung am UFZ wird ausgebaut: Am Dienstag nimmt Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) an der Grundsteinlegung für einen Forschungsneubau auf dem Gelände teil. Bis zum Sommer 2022 sollen dort Labore und Büros für die zwei Forschungsbereiche Chemikalien in der Umwelt sowie Umwelt und Biotechnologie entstehen. Insgesamt 170 Forscher sollen künftig im neuen Gebäude arbeiten.