Magdeburg l Für die Schulsozialarbeit in Sachsen-Anhalt soll es auch über das erste Halbjahr 2020 hinaus eine gesicherte Finanzierung geben. Das Land soll in die Bresche springen, sollte eine EU-Förderung nicht fortgesetzt werden – so will es die Kenia-Koalition. Geplant sind laut CDU 33 Millionen Euro für 2020 und 2021. Das Geld würde allerdings kaum reichen, um das Programm in seiner jetzigen Form aufrecht zu erhalten. (Kosten pro Jahr: 28 Millionen Euro).

Bislang werden die rund 400 Schulsozialarbeiter im Land maßgeblich aus einem EU-Fördertopf bezahlt. Die aktuelle Förderperiode läuft zum Halbjahr 2020 aus. Der Plan: Kommt danach kein Geld mehr aus Brüssel, stellt das Land 13,6 Millionen Euro im zweiten Halbjahr 2020 zur Verfügung, für 2021 noch einmal 19,5 Millionen. CDU-Bildungsexpertin Angela Gorr sprach von einem „wichtigen Signal“, dass die Schulsozialarbeit dem Land wichtig sei.

Wie verbleibende Finanz-Lücken zu füllen sind, sei zu klären. Die Koalitionäre wollen das Bildungsministerium dazu nächste Woche mit der Erarbeitung eines Konzepts für die Schulsozialarbeit beauftragen. Denkbar wäre etwa eine Einbeziehung der Kommunen, sagte Gorr. „Die müssen das aber auch leisten können.“ Alexander Pistorius, Sprecher der Lehrergewerkschaft GEW, sagte, das Szenario des Landes berücksichtigte nur Personalkosten – und die auch nur auf unterstem Niveau.