Geld für Landesprogramm „Alphabetisierung und Grundbildung“

Von dpa
Marco Tullner (CDU), Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt.
Marco Tullner (CDU), Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt. Klaus-Dietmar Gabbert/dpa/Archivbild

Magdeburg - Das Land Sachsen-Anhalt stellt im laufenden Jahr 450.000 Euro zur Förderung von Projekten für Menschen mit geringer Schreib- und Lesefähigkeit zur Verfügung. Das Landesprogramm „Alphabetisierung und Grundbildung“ richte sich an alle Einrichtungen und Initiativen, die Betroffene dabei unterstützen, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, wie das Bildungsministerium am Mittwoch in Magdeburg mitteilte. Im Land werde von etwa 200.000 Menschen ausgegangen, die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben hätten.

„Lesen und Schreiben bilden das entscheidende Fundament für gesellschaftliche Teilhabe und soziale Integration“, sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU) laut der Mitteilung des Ministeriums. Das Landesprogramm fördere Maßnahmen, die über die Aufgaben des Bildungsressorts und den Wirkungskreis der allgemeinen Erwachsenenbildung hinausgingen, hieß es. Sie sollten möglichst innerhalb der gewohnten Lebenswelt der Betroffenen angeboten werden. Dies könne etwa im Zusammenhang mit Fragen wie Ernährung, Gesundheit, Sport, Kultur und Soziales geschehen. Damit befasste Einrichtungen sollen in das Programm einbezogen werden.

Beginn der Umsetzung des Programms soll den Angaben zufolge im Herbst sein. Derzeit werde noch eine Förderrichtlinie erarbeitet.