Magdeburg (dpa) l  Das Landesamt für Geologie und Bergwesen hat seit dem Sommer rund 400 Beschwerden wegen des Gestanks bei der Grube Teutschenthal erhalten. Das sagte Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) am Dienstag im Landtag. Es werde intensiv an einer Lösung gearbeitet. Derzeit würden Messungen durchgeführt, um die Geruchsbelästigung zu analysieren.

Eine Toxikologin sei beauftragt worden, eine mögliche Gesundheitsgefahr für Anwohner zu prüfen. "Es ist in den vergangenen Wochen Erhebliches geschehen, um die Situation zu erfassen", sagte Willingmann. Daraus würden Maßnahmen abgeleitet, um die Situation zu verbessern. "Ein solcher Zustand an Geruchsbelästigung ist nicht hinnehmbar und muss abgestellt werden."

Kopfschmerzen und Atemnot durch Gestank

In der Grube Teutschenthal im Saalekreis werden seit Jahren Industrieabfälle eingelagert. Seit einigen Monaten klagen Anwohner über einen heftigen Gestank aus der Grube. Die Menschen berichteten von gesundheitlichen Beschwerden wie Kopfschmerzen und Atemnot. In der vergangenen Woche waren zwei Landtagsausschüsse vor Ort. Auch Willingmann machte sich vor Ort ein Bild.

Viele Abgeordnete fordern einen sofortigen Einlagerungsstopp, bis die Ursache des Gestanks geklärt ist. Willingmann betonte erneut, eine Lösung müsse rechtssicher erfolgen. Zudem müsse auch die Sicherung des Bergwerkes gewährleistet sein. Willingmann räumte ein, dass eine vor Ort installierte technisch Anlage zur Geruchsverbesserung nicht wie gewünscht funktioniere. Für eine abschließende Beurteilung sei es aber noch zu früh.