Im ehemaligen Grenzstreifen – der Deutschland lange zerriss – werden Naturschutz, Erinnerung und Tourismus vereint.

Es ist dem Ort angemessen, dass niemand gezwungen wird, sein Land zu verkaufen. Bauern, die weiter Ackerbau betreiben wollen, sollen dies auch weiterhin dürfen. Da es sich um nur wenige Flächen handelt, stört das weder den Naturschutz noch das Gedenken. Jedoch liegt der Teufel wie immer im Detail. Das Umweltministerium setzt Limits: Landwirtschaft ja, aber ohne Pflug und Glyphosat.

Nun hat sich das mit dem Unkrautvernichter sowieso bald erledigt. Aber Pflug-Verbot? Diese Einschränkungen macht die CDU nicht mit. Also: Das Gesetz ist noch lange nicht beschlossen. Und es bleibt ungewiss, ob das Naturmonument am 9. November, im 30. Jahr des Mauerfalls, eröffnet wird. Es wird wohl eher 2020 – im 30. Jahr der Einheit. Schlimm wäre das aber auch nicht.