Rappbodetalsperre/Wegeleben/Brocken l  Die Rappbodetalsperre im Harz ist reichlich gefüllt. Ihr ist es zu verdanken, dass die Hochwasserlage unter Kontrolle ist. 97,8 Millionen Kubikmeter zeigte am heutigen Sonntag die Infotafel unmittelbar neben der Staumauer an.

Nach Angaben des Talsperrenbetriebs Sachsen-Anhalt beträgt der Gesamtstauraum 113 Millionen Kubikmeter. Knapp 15 Millionen Kubikmeter Wasser dürfen also noch kommen. Die könnten schnell erreicht werden. Um für neuen Regen oder eine wiedereinsetzende Schneeschmelze gerüstet zu sein, wird deshalb kontrolliert Wasser abgelassen. Dies sorgt wiederum vorübergehend für steigende Pegel in den Flüssen.

Auch wenn sich die Lage seit gestern etwas entspannt hat, gilt für viele Gewässer in Sachsen-Anhalt noch immer die Warnstufe 1. In Wegeleben lag der Wasserstand am Sonntagnachmittag bei 166 Zentimeter. Dieser Wert ist knapp unter der 2. Hochwasserwarnstufe. Hier hat die Bode einige Zufahrtswege, Gärten und Garagen überflutet. 

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Zum Glück für die Hochwasser führenden Flüsse ist im Oberharz der Winter zurückgekehrt. Die Schneeschmelze ist vorerst gestoppt. Temperaturen von bis zu minus 6 Grad Celsius halten die Schneemassen zusammen. Die offizielle Schneehöhe betrug am Sonntagvormittag auf Norddeutschlands höchstem Berg 138 Zentimeter. Einige festgefrorene Verwehungen sind sogar über drei Meter hoch. Trotz Nebel und eisigem Wind kamen auch an diesem Sonntag zahlreiche Besucher auf den Gipfel und zeigten sich begeistert.