Patientenversorgung

Kommentar: Das Universitätsklinikum Magdeburg muss seine Mauertaktik beenden

Die Mahlzeiten für Patienten des Universitätsklinikums Magdeburg sollen künftig aus Halle angeliefert werden. Fragen zu Details werden nicht beantwortet.

Von Michael Bock Aktualisiert: 28.09.2022, 13:38
Michael Bock
Michael Bock Foto: gg

Wann sollen die Patienten im Universitätsklinikum Magdeburg mit Essen aus Halle beliefert werden? Was kostet der Transport? Was geschieht mit den Mitarbeitern in der Großküche?

Diese und andere Fragen stehen seit fast zwei Wochen im Raum. Nachdem das Uniklinikum zunächst den Landtags-Finanzausschuss grundsätzlich über seine Pläne informiert hatte und auch von Politikern kritisiert worden war, herrscht jetzt dröhnendes Schweigen. Zunächst vertrösten, dann gar nichts sagen – so geht das Uniklinikum auch mit naheliegenden Fragen der Volksstimme um.

Diese Mauertaktik ist nicht dazu geeignet, Vertrauen in die Führung des Uniklinikums wiederzugewinnen, deren Reputation durch den umstrittenen Maskendeal ohnehin angeschlagen ist.

Vielmehr wird mit solcher Intransparenz die großartige Arbeit der Pflegekräfte und Ärzte in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem werden auch die Patienten verunsichert.

Das Universitätsklinikum ist gut beraten, alle Karten auf den Tisch zu legen. Und das möglichst schnell.