Magdeburg (dpa) l Mit der Forderung nach Abschaffung von Kitagebühren und Straßenausbaubeiträgen sowie nach mehr Geld für Städte und Gemeinden will die AfD in Sachsen-Anhalt in den Kommunalwahlkampf ziehen. Die Partei habe rund 230 Kandidaten für die Kreistage und 270 für Stadt- und Gemeinderäte sowie etwa 40 für Ortschaftsräte aufgestellt, sagte Landeschef Martin Reichardt am Montag in Magdeburg. Ziel sei, in alle Kreistage in Fraktionsstärke einzuziehen.

Bislang sitzen häufig nur einzelne AfD-Vertreter in den Kommunalparlamenten. Gewählt wird am 26. Mai.Für ihre Kernforderungen zu Kitagebühren, Straßenausbaubeiträgen und mehr Geld für die Kommunen sind nach Ansicht der Partei je rund 30 Millionen Euro pro Jahr nötig. Geht es nach der AfD, soll dafür vor allem bei den Ausgaben für Flüchtlinge gespart werden. Eine wichtige Rolle werde auch die Bildungspolitik spielen, kündigte der Landtagsabgeordnete Robert Farle an. Er leitet eine Arbeitsgruppe der Partei zur Kommunalwahl. Lehrermangel bleibe ein bestimmendes Thema in den nächsten Jahren. Unterrichtsausfall müsse gestoppt und die Schließung kleinerer Schulen verhindert werden.