Osterburg l Der Streit in der Altmark-CDU spitzt sich zu. Der Stendaler Kreischef Chris Schulenburg hat den Ortsverband Osterburg scharf kritisiert. Dessen Stellungnahme sei „unangemessen, falsch in der Kritik, boshaft in Unterstellungen gegen Parteifreunde, polemisch und ein Schlag ins Gesicht im öffentlichen Umgang mit der CDU“. So werde der eigenen Region geschadet.

Der Ortsverband Osterburg hatte zuvor erklärt, für die Kommunalwahl am 26. Mai keine Kandidaten für den Kreistag aufzustellen. Der Vorstand begründete das auch mit dem Auftreten des Kreisverbandes, das „immer mehr von aggressiven Tönen geprägt“ sei. Das tue der CDU nicht gut und vergifte die Atmosphäre. Bereits im November 2018 hatten die CDU-Bürgermeister Nico Schulz (Osterburg) und Rüdiger Kloth (Seehausen) angekündigt, mit einer „Wählergemeinschaft pro Altmark“ in den Kommunalwahlkampf zu ziehen. Sie kritisieren eine mangelhafte Aufarbeitung der Stendaler Wahlaffäre.

Sachsen-Anhalts CDU-Generalsekretär Sven Schulze sagte am Mittwoch: „Es ist sehr bedauerlich, dass es zu diesem Zerwürfnis gekommen ist.“ Das könne die CDU bei der Kommunalwahl in der Region Stimmen kosten.