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Ausbreitung auch in Sachsen-AnhaltDurchgebissen! Wölfe nicht mehr vom Aussterben bedroht

In Sachsen-Anhalt begegneten die Einwohner der Rückkehr des Wolfs oft mit Misstrauen. Nun gibt es Gewissheit: Das Raubtier fühlt sich pudelwohl. Und wird nicht nur bleiben, sondern sich auch weiter verbreiten. Auch in Sachsen-Anhalt ist das erwartbar.

Aktualisiert: 14.07.2022, 15:39
Die Wölfe sind gekommen, um zu bleiben. Dies zeigt eine Studie der Uni Wien, die dem Raubtier auch in Sachsen-Anhalt bescheinigt, nicht mehr vom Aussterben bedroht zu sein.
Die Wölfe sind gekommen, um zu bleiben. Dies zeigt eine Studie der Uni Wien, die dem Raubtier auch in Sachsen-Anhalt bescheinigt, nicht mehr vom Aussterben bedroht zu sein. Symbolbild: dpa

Magdeburg/Hannover (us) - Der Wolf ist nach einer neuen Studie der Uni Wien im Auftrag des Landes Niedersachsen nicht mehr vom Aussterben bedroht. Dies teilte der dafür zuständige Umweltminister Olaf Lies in einer Pressemitteilung mit.

Demnach belegt die von ihm zitierte Studie, dass auch unter der Annahme verschiedener Szenarien wie beispielsweise unvorhergesehenen Naturkatastrophen mit einer exponentiellen Zunahme der Wölfe in Deutschland zu rechnen sei.

1408 Wolfs-Territorien in Deutschland denkbar

Ausgehend vom Basisjahr 2015, als es erst 6 Rudel in Niedersachsen gab, zeige sich ein kontinuierlicher Anstieg der Population, der ein erneutes Aussterben der Wölfe selbst bei kontrollierten Entnahmen sehr unwahrscheinlich mache. 

Dies rechneten die Wissenschaftler auf die Population in ganz Deutschland hoch. Demnach dürfte sich die Erhöhung der Zahl von Wölfen in Sachsen-Anhalt ebenfalls deutlich erhöhen. Hier sind seit Jahren große Populationen bekannt. Ausbreitungen in alle Regionen der Bundesrepublik sind daher bis zum Jahr 2030 wahrscheinlich. Dann könnte es bis zu 1408 Wolfsterritorien in Deutschland geben.