SAchsen-Anhalt

Klinikum in Dessau startet ambulante Corona-Therapie mit Antikörpern

Im Städtischen Klinikum Dessau sind nun auch ambulante Corona-Therapien möglich. Sie richten sich an Risikopatienten, bei denen in einer frühen Phase der Viruserkrankung schwere Verläufe verhindert werden sollen. Das Risiko eines tödlichen Verlaufs könne deutlich gesenkt werden.

Von dpa

Dessau-Roßlau. Im Städtischen Klinikum Dessau sind nach Tests im stationären Bereich von Montag an auch ambulante Corona-Therapien mit sogenannten monoklonalen Antikörpern möglich. Die Gabe der Mittel richte sich an Risikopatienten, bei denen in einer frühen Phase der Viruserkrankung schwere Verläufe verhindert werden sollen, teilte die Klinik mit. Das Risiko eines tödlichen Verlaufs könne bei Risikopatienten von etwa 70 auf 21 Prozent gesenkt werden. Seit Mitte März laufe bereits eine stationäre Antikörpertherapie - mit sehr gutem Erfolg, hieß es. Das Akademische Lehrkrankenhaus ist nach eigenen Angaben eines der ersten in Deutschland, das eine extra dafür geschaffene Ambulanz einrichtet.

Bisher seien 19 Patienten in Dessau mit der Antikörpertherapie behandelt worden, davon hätten nur zwei intensivmedizinisch behandelt werden müssen.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen. So soll das Eindringen des Coronavirus in die Zellen verhindert und das Risiko einer intensivmedizinischen Behandlung minimiert werden, hieß es in der Mitteilung des Krankenhauses.