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Landesregierung sieht Bund bei steigenden Energiepreisen gefordert

Sachsen-Anhalts Landesregierung will sich gegenüber dem Bund dafür stark machen, den Anstieg der Gaspreise zu dämpfen.

Von dpa 15.10.2021, 16:14 • Aktualisiert: 15.10.2021, 18:45
Armin Willingmann (SPD) Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt spricht im Penarsaal des Landtages. Die Abgeordneten debattierten unter anderem über die 2G-Regel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/
Armin Willingmann (SPD) Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt spricht im Penarsaal des Landtages. Die Abgeordneten debattierten unter anderem über die 2G-Regel. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/ dpa

Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalts Landesregierung will sich gegenüber dem Bund dafür stark machen, den Anstieg der Gaspreise zu dämpfen. Das erklärte Energieminister Armin Willingmann (SPD) am Freitag im Landtag. Das Land habe in dieser Sache selbst nur begrenzte Handlungsmöglichkeiten, sagte er. Man könne sich jedoch für zeitlich begrenzte Steuersenkungen im Bund einsetzen, um Bürger und Unternehmen zu entlasten, so der SPD-Politiker.

Wirtschaftsminister Sven Schulze (CDU) bekannte sich zu Gas als «Brückentechnologie». Wer aus Kohleverstromung und Atomstrom aussteige, müsse für die energieintensive Industrie in Sachsen-Anhalt Alternativen bereitstellen, um Arbeitsplätze zu sichern.

Die Linke plädierte in der Debatte für mehr staatliche Regulierung des Energiemarktes. «Wir brauchen eine neue europäische sowie nationale Strategie», sagte Linken-Politikerin Kerstin Eisenreich. Die Grünen warnten davor, auf die umstrittene Ostseepipeline Nord Stream 2 zu setzen. Das Projekt werde Deutschland «weiter in die Abhängigkeit von Russland drängen», sagte der Grünen-Abgeordnete Wolfgang Aldag.