Linksextremismus

Lina E. hatte womöglich Spitzel im Uniklinikum Magdeburg

Eine frühere Mitarbeiterin des Uniklinikums Magdeburg hat offenbar mit einer linksextremen und militanten Gruppe aus Sachsen um Lina E. zusammengearbeitet und linken Gewalttätern Adressdaten zugespielt.

Von Michael Bock und Matthias Fricke 07.10.2021, 17:54 • Aktualisiert: 07.10.2021, 19:59
Teilnehmer einer linken Demonstration versammeln sich im Stadtteil Connewitz und tragen ein Transparent mit der Aufschrift „Free Lina“.
Teilnehmer einer linken Demonstration versammeln sich im Stadtteil Connewitz und tragen ein Transparent mit der Aufschrift „Free Lina“. dpa

Magdeburg - Eine frühere Mitarbeiterin des Uniklinikums Magdeburg, die Melde- und Adressdaten abgeschöpft haben soll, hat offenbar mit einer linksextremen und militanten Gruppe aus Sachsen zusammengearbeitet.

Die mutmaßliche Anführerin der Gruppe, Lina E., steht derzeit in Dresden vor Gericht.  Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Volksstimme, dass ein Zusammenhang zwischen dem Datenskandal am Magdeburger Uniklinikum und Straftaten der Gruppe um Lina E. für sehr wahrscheinlich gehalten wird.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Naumburg ermittelt gegen die frühere Klinikums-Mitarbeiterin. Die Frau soll über einen dienstlichen Zugang Daten des Einwohnermeldeamtes abgefragt und diese an linksextreme Gewalttäter weitergegeben haben.

In diesem Zusammenhang ermittelt die Polizei auch wegen des Angriffs auf eine Immobilienmaklerin in Leipzig.