Corona-Pandemie

Sachsen-Anhalt wirbt in Mails, Briefen und Radiospots fürs Impfen

Sachsen-Anhalt will mehr Menschen dazu bringen, sich gegen Corona impfen zu lassen - und setzt auf Appelle bei jedem Schriftwechsel sowie Radiospots.

02.11.2021, 16:56
Das Land will unter anderem durch Radiospots Impfwerbung schalten. Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) soll einen Text eingesprochen haben.
Das Land will unter anderem durch Radiospots Impfwerbung schalten. Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) soll einen Text eingesprochen haben. Foto: dpa/Symbol

Magdeburg/dpa/sa - Sachsen-Anhalt will mehr Menschen dazu bringen, sich gegen Corona impfen zu lassen - und setzt auf Appelle bei jedem Schriftwechsel sowie Radiospots. "Was wir beisteuern können mit bescheidenen Kräften, wollen wir auch tun, indem wir unsere Mail-Signatur ändern", sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Unter jeder Mail und auf jedem Briefbogen werde künftig stehen: "Die Landesregierung bittet: Machen Sie mit - Impfen schützt Sie und andere! Gemeinsam gegen Corona." Zudem werde das Land Radiospots für Impfwerbung schalten. Auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) habe einen Text eingesprochen.

Haseloff betonte am Dienstag, im Land seien rund 772.000 Menschen noch nicht geimpft, davon seien etwa 543.000 ab 18 Jahren alt. Rund 135.000 Menschen über 60 Jahren seien nicht geimpft - das sei das eigentliche Problem, betonte der Regierungschef. "Das ist einfach zu viel." Es sei die große Aufgabe, "dass wir die Letzten, die noch ansprechbar sind, bitten, sich in den großen Tross der Geimpften einzureihen". Haseloff betonte: "Wir werden ansonsten eine Pandemie der Ungeimpften haben."

Die zweite stellvertretende Regierungschefin und Ministerin für Infrastruktur und Digitales, Lydia Hüskens (FDP), betonte, Geimpfte sollte mit Freunden sprechen und sie überzeugen, sich impfen zu lassen. "Jeder, der das macht, sorgt dafür, dass wir schneller noch weniger Maßnahmen brauchen, und wieder in eine Normalität gehen können wie mit anderen Infektionskrankheiten."